Uno-Untersuchung: „Schlupflöcher“ ermöglichten Korruptionsskandal

Uno-Untersuchung: „Schlupflöcher“ ermöglichten Korruptionsskandal

, aktualisiert 30. März 2016, 03:59 Uhr
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Der frühere Präsident der Uno-Generalversammlung, John Ashe, ist in einen Korruptionsskandal verwickelt.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Bestechungsskandal um den früheren Uno-Diplomaten John Ashe wurde laut einem Bericht durch „blinde Flecken“ bei den Vereinten Nationen möglich. Dem Amt des Präsidenten der Generalversammlung fehle es an Transparenz.

New YorkDem Amt des Präsidenten der Uno-Generalversammlung fehlt es laut einem Untersuchungsbericht an Kontinuität, Transparenz und Überblick. Eine Task Force der Vereinten Nationen kommt in der Analyse zu dem Schluss, dass der Versammlungsvorsitzende in einem Umfeld „erheblicher Schlupflöcher und blinder Flecken“ im Einsatz sei, in dem es weder einen ethischen Kodex noch finanzielle Verantwortlichkeiten oder Übersicht gebe. Der am Dienstag veröffentlichte Bericht wurde nach der Festnahme eines früheren Versammlungspräsidenten wegen mutmaßlicher Bestechung in Auftrag gegeben.

Das Amt des Präsidenten der 193 Länder umfassenden Generalversammlung wechselt im Jahresturnus. Kontinuität sei so schwer herzustellen, hieß es in dem 18-seitigen Bericht der Task Force.

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Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte die Untersuchung angeordnet, nachdem im vergangenen Oktober der Ex-Versammlungspräsident John Ashe festgenommen worden war. Bundesstaatsanwälte werfen Ashe vor, den Posten in eine „Plattform für Profit“ umfunktioniert zu haben.

Ashe soll in seiner Zeit als Vorsitzender der UN-Vollversammlung und Botschafter des Karibikstaates Antigua und Barbuda mehr als 1,3 Million Dollar Bestechungsgelder angenommen haben. Für das Geld eines chinesischen Milliardärs soll er sich unter anderem bereiterklärt haben, sich für die Eröffnung eines Konferenzzentrums in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau einzusetzen. Ashe bestreitet dies.

Der Fall habe das Image und den Ruf der Vollversammlung befleckt, heißt es im Bericht, der umfassende Reformen und mehr Transparenz bei Personal- und Finanzentscheidungen fordert. Der Präsident des Uno-Plenums, der jedes Jahr neu gewählt wird, erfüllt vor allem zeremonielle Aufgaben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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