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Unruhen in Syrien: Bombenanschläge auf Regime-Gebäude

Quelle: Handelsblatt Online

In der syrischen Stadt Aleppo wurden zwei Bombenanschläge verübt. Elf Menschen starben. Das Staatsfernsehen macht „Terrorgruppen“ verantwortlich, Gegner von Präsident Assad halten es für ein „Theaterstück des Regimes“.

Syrische Sicherheitskräfte untersuchen den Ort des Anschlags. Quelle: Reuters
Syrische Sicherheitskräfte untersuchen den Ort des Anschlags. Quelle: Reuters

AleppoBei zwei Bombenanschlägen in der syrischen Stadt Aleppo sind mindestens elf Menschen getötet worden. Die Terroranschläge hätten einem Gebäude des Militärgeheimdienstes und dem Sitz der Ordnungspolizei gegolten, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete. Es habe mehrere „Märtyrer“ gegeben. Zahlreiche weitere Opfer wurden am Freitag noch unter den teils eingestürzten Gebäuden vermutet, wie das syrische Staatsfernsehen berichtete.

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Als Urheber für die Anschläge nannte das Staatsfernsehen „bewaffnete Terrorgruppen“ - womit Regimegegner gemeint sind. Gegner von Präsident Baschar al-Assad machten dagegen dessen Regime für die Anschläge verantwortlich. Sie erklärten unter Berufung auf Anwohner, die vor den Explosionen verdächtiges Verhalten der Sicherheitskräfte beobachtet haben wollen: „Dies ist ein weiteres schwarzes Theaterstück des Regimes“, hieß es.

Die Regierungstruppen hätten nach den Detonationen jeweils mehrere Schüsse abgegeben, um den Eindruck zu erwecken, es habe ein Gefecht zwischen ihnen und den „Terroristen“ stattgefunden. Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter meldete, in der Provinz Homs, die seit Tagen unter Beschuss steht, seien am Donnerstag 63 Getötete geborgen und identifiziert worden. Andernorts in Syrien hätten die Truppen des Regimes mindestens zwölf Zivilisten getötet.

Unterdessen zog die Führung im Nachbarland Libanon Truppen an der Grenze zu Syrien zusammen. Zuvor war berichtet worden, über die Grenze würden Waffen in die syrische Protesthochburg Homs geschmuggelt, wie die aus Armeequellen zu erfahren ist. „Mit dieser Maßnahme soll die libanesische Grenze geschützt werden“, hieß es. Ein Augenzeuge berichtete, zahlreiche Soldaten seien am Freitagmorgen an die Grenze beordert worden, wo sie Kontrollpunkte errichtet hätten.

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