US-Außenminister Rex Tillerson zu Nordkorea

US-Außenminister zu Nordkorea: "Wir sind nicht Ihr Feind"

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US-Außenminister Rex Tillerson

US-Außenminister Rex Tillerson setzt im Konflikt mit Nordkorea nun auf friedliche Worte. Am Dienstag betonte er, dass die USA keinen Regimewechsel in Nordkorea anstreben.

US-Außenminister Rex Tillerson ist angesichts der wachsenden Spannungen mit Nordkorea um zurückhaltende Töne bemüht. Man wolle der nordkoreanischen Regierung vermitteln, dass man nicht ihr Feind sei, sagte Tillerson am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Washington. An die Adresse Pjöngjangs gerichtet fügte er hinzu: „Wir sind keine Bedrohung für euch, aber ihr stellt eine unzumutbare Bedrohung für uns dar, auf die wir reagieren müssen.“

Konflikt mit Nordkorea USA und Japan einigen sich auf weitere Maßnahmen

Der Druck auf Kim Jong Un wächst: Nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas haben sich US-Präsident Donald Trump und der japanische Premier Shinzo Abe auf die Notwendigkeit weiterer Aktionen geeinigt.

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe (links) und US-Präsident Donald Trump Quelle: AP

Ein Regierungswechsel in Nordkorea sei nicht das Ziel der USA, fügte er hinzu. „Uns geht es nicht um einen Zusammenbruch des Regimes. Uns geht es nicht um eine beschleunigte Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel.“ Man suche auch nicht nach einem Vorwand für einen Einsatz des US-Militärs, erklärte er. Man wolle „friedlichen Druck“ auf Nordkorea ausüben, um die Regierung zu diplomatischen Gesprächen zu bewegen. Eine Bedingung für solche Gespräche müsse aber sein, dass das Land sich dazu bereit erkläre, sein Atomprogramm aufzugeben.

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Tillerson war in seinen Äußerungen deutlich zurückhaltender als andere Mitglieder der US-Regierung in den vergangenen Tagen. Zeitgleich zu seinem Auftritt äußerte sich auch Präsident Donald Trumps Sprecherin Sarah Sanders zu Nordkorea. Sie betonte, es lägen nach wie vor alle Optionen auf dem Tisch. Diese Formulierung schließt eine Militäraktion ein.

Warnung Nordkorea droht den USA mit Atomangriff

Nordkorea droht den USA offenbar mit einem Atomangriff, sofern die Amerikaner weiter versuchen einen Regierungswechsel in Pjöngjang herbeizuführen.

Das Bild soll den mutmaßlichen Start einer Interkontinentalrakete mit hoher Reichweite vom Typ Hwasong-14 Anfang Juli zeigen Quelle: dpa

Nach zwei Atomversuchen und zahlreichen Raketentests durch das international isolierte Land seit dem vergangenen Jahr ist die Lage in der Region sehr angespannt. Am Freitag testete Nordkorea zum zweiten Mal innerhalb eines Monats eine Langstreckenrakete.

In der vergangenen Woche drohte Pjöngjang den USA offen mit einem Atomangriff. Sollten die Amerikaner weiter versuchen, einen Regierungswechsel herbeizuführen, werde Nordkorea mit einem Gegenangriff reagieren, hieß es.

Die US-Regierung setzte in dem Konflikt zuletzt verstärkt auf diplomatischen Druck aus China. Washington geht davon aus, dass die Regierung von Präsident Xi Jinping großen Einfluss auf Nordkorea hat, auch weil rund 80 Prozent des nordkoreanischen Außenhandels über China laufen. Trump zeigte sich aber zunehmend frustriert über Peking. Er warf China vor, nicht genügend zu tun.

Tillerson schlug dagegen mildere Töne an. Man mache China nicht für die Situation in Nordkorea verantwortlich, das habe man gegenüber der chinesischen Regierung deutlich gemacht, sagte er. Man glaube aber, dass China Möglichkeiten habe, Einfluss auf Pjöngjang auszuüben. Nordkorea definiere das Verhältnis der USA zu China aber nicht. Die Beziehungen seien viel umfangreicher.

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