US-Behörden: Brief mit tödlichem Gift abgefangen

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US-Behörden: Brief mit tödlichem Gift abgefangen

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Der Brief an US-Präsident Barack Obama enthielt Spuren des hochgiftigen Eiweißstoff Rizin.

In den USA ist ein Brief mit dem tödlichen Gift Rizin an Präsident Barack Obama abgefangen worden. Ersten Ermittlungen zufolge gibt es keine Verbindungen zu den Terroranschlägen in Boston.

Das Schreiben sei am Dienstag eingegangen und war an Präsident Barack Obama adressiert. Das teilte am Mittwoch der Secret Service mit, der insbesondere für die Sicherheit des Staatsoberhaupts zuständig ist. Gleichzeitig betonte der Sicherheitsdienst, dass die Poststelle nicht in der Nähe des Weißen Hauses liegt. Bei den Ermittlungen arbeite man mit dem FBI zusammen. Erste Tests auf Rizin seien positiv gewesen. Sichere Angaben könnten aber erst nach genaueren Untersuchungen gemacht werden, die 24 bis 48 Stunden dauern würden.

Später wurden weitere verdächtige Postsendungen in zwei Einrichtungen des Senates in Washington gefunden. Teile der Gebäude seien vorübergehend geräumt worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Ein verdächtiges Paket und Briefe würden untersucht. In Washington war bereits am Montag ein Brief, der nach ersten Untersuchungen ebenfalls Spuren des lebensgefährlichen Gifts Rizin enthielt, aufgetaucht. Er war an den republikanischen US-Senator für den Staat Mississippi, Roger Wicker, adressiert. Der Brief soll von einem Verdächtigen stammen, der regelmäßig an Gesetzgeber in Washington schreibe, hieß es. Zunächst ging man davon aus, dass es sich um einen Einzelfall handele.

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Geringste Mengen des Stoffes reichen aus, um einen Menschen zu töten. Bei Rizin handelt es sich um einen hochgiftigen Eiweißstoff, der aus den Samen des Wunderbaums gewonnen wird. Laut der US-Gesundheitsbehörde CDC „bedarf es einer vorsätzlichen Handlung, um Rizin herzustellen und es zur Vergiftung von Menschen zu verwenden“. 1978 wurde der bulgarische Schriftsteller und Dissident Georgi Markow beim sogenannten Regenschirmattentat mit Rizin vergiftet, nach dem er von einer präparierten Regenschirmspitze verletzt wurde.

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Kurz nach den Terroranschlägen vom September 2001 waren mehrere mit dem Milzbranderreger Anthrax präparierte Briefe an Kongressabgeordnete und US-Regierungsstellen verschickt worden. Fünf Menschen kamen damals ums Leben. Seither wird alle an den Kongress gerichtete Post in besonderen Einrichtungen auf mögliche Gefahren untersucht. Der Vorfall ereignete sich nur einen Tag nach den tödlichen Bombenanschlägen beim Marathon in Boston. Die Hintergründe des Terroranschlags waren auch am Dienstag noch völlig unklar. „Ich weiß nicht, ob das Zufall ist“, sagte der demokratische Senator Dick Durban „Politico“ mit Blick auf den Giftfund in der Poststelle. „Es ist noch zu früh, um das zu sagen. Selbst für Spekulationen wissen wir nicht genug über Boston.“

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