US-Dollar: Amerikaner bekommen Frau auf den Geldschein

US-Dollar: Amerikaner bekommen Frau auf den Geldschein

Während wir in Europa in erster Linie Gebäude, aber zumindest im Hologramm ein Frauenporträt auf dem Geldschein zeigen, sind die Noten in den USA bislang ausschließlich Männersache. Doch das soll sich nun bald ändern.

Online-Petitionen und immer lauter werdende Forderungen waren letztlich erfolgreich: Erstmals seit über 100 Jahren soll in den USA wieder das Gesicht einer Frau eine Dollarnote schmücken. Finanzminister Jack Lew sprach von einem „historischen“ Schritt nach jahrelangen Anstrengungen. Der öffentliche Zuspruch ist zwar groß, doch eigentlich hatte sich die Bewegung für Frauenpower auf dem Papiergeld etwas anderes erhofft.

„Ich bin stolz heute anzukündigen, dass die neue 10-Dollarnote der erste Geldschein seit mehr als einem Jahrhundert ist, der das Porträt einer Frau abbilden wird“, sagte Lew am Mittwochabend. Bis zum Jahresende soll die Entscheidung fallen, welche „bemerkenswerte Amerikanerin“ ab 2020 Einzug in die Männerdomäne Banknote erhält. Vorschläge werden auf Twitter unter „#TheNew10“ und auf einer eigens eingerichteten Webseite entgegengenommen.

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Initiativen wie die Grassroots-Kampagne „Women on $20s“, die mit dem Männerclub auf Amerikas Geldscheinen brechen wollten, hatten eigentlich die 20-Dollarnote im Visier. Das hat auch gute Gründe: Denn der Mann, der derzeit darauf abgebildet ist, ist umstritten. Andrew Jackson, US-Präsident von 1829 bis 1837: Befürworter der Sklaverei, Unterdrücker der amerikanischen Ureinwohner. Die Gelegenheit, Jacksons Konterfei gegen das einer Frauen-Ikone zu tauschen, wäre eigentlich günstig.

Doch es trifft den amerikanischen Gründervater und ersten US-Finanzsekretär Alexander Hamilton. Lew begründete das damit, dass der 10-Dollarschein schon 2013 zur Überarbeitung ausgesucht worden sei. Allerdings soll Hamilton nicht verdrängt werden, sondern nur eine Frau an die Seite gestellt bekommen. „Women on $20s“ bezeichnete diese Lösung auf Twitter zunächst als „nicht perfekt“. Später lobte die Organisation die Entscheidung dann aber in einem Statement.

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„Es ist zwar nicht die 20-Dollarnote - aber versteht es nicht falsch: Das ist ein historische Ankündigung und ein großer Schritt nach vorne“, sagte die Senatorin Jeanne Shaheen aus New Hampshire, eine Unterstützerin der Kampagne, die sich bei Präsident Barack Obama für die Kampagne eingesetzt hatte. Historisch ist der Schritt in der Tat: Die einzigen beiden Frauen, die bisher auf US-Banknoten verewigt wurden, waren Martha Washington, die Frau des ersten Präsidenten, und die Indianerin Pocahontas.

Die spannende Frage ist nun, wessen Porträt es auf den Geldschein schafft. Als aussichtsreiche Kandidatinnen gelten beispielsweise: Rosa Parks, die sich weigerte, als Schwarze im hinteren Teil des Busses zu sitzen und zur Mutter der Bürgerrechtsbewegung wurde. Harriet Tubman, die im US-Bürgerkrieg 300 anderen Sklaven bei der Flucht half. Eleanor Roosevelt, Menschenrechtsaktivistin, die sich für Frauen und Arme einsetzte, und Ehefrau des Ex-Präsidenten Franklin D. Roosevelt.

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