US-Dollar und Bankaktien steigen: Fed-Chefin Yellen signalisiert baldige Zinserhöhung

US-Dollar und Bankaktien steigen: Fed-Chefin Yellen signalisiert baldige Zinserhöhung

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Die Fed-Chefin Janet Yellen.

Die Chefin der amerikanischen Notenbank, Janet Yellen, deutet eine baldige Erhöhung des Leitzinses an. Unter gewissen Bedingungen sei dies "wahrscheinlich angebracht".

US-Notenbankchefin Janet Yellen hat die Finanzmärkte auf eine baldige Zinserhöhung eingestimmt. Ein solcher Schritt nach oben sei unter gewissen Bedingungen auf einer der nächsten Sitzungen "wahrscheinlich angebracht", sagte Yellen am Dienstag vor dem Bankenausschuss des Senats. Dazu müssten sich der Arbeitsmarkt und die Inflation im Einklang mit den Erwartungen der Zentralbank Fed entwickeln.

In Erwartung einer baldigen Zinserhöhung der Notenbank Fed haben sich Anleger am Dienstag mit der US-Währung eingedeckt. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen wie Euro oder Yen widerspiegelt, drehte am Nachmittag ins Plus und gewann 0,2 Prozent auf 101,18 Punkte. Aktienanleger reagierten gelassen auf Yellens Äußerungen. An der Wall Street trat der Standardwerteindex Dow Jones bei 20.400 Punkten auf der Stelle. "Die US-Wirtschaft sollte keine Probleme haben, den negativen Effekt einer Zinserhöhung zu bewältigen", sagte Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus City of London. Die Aussicht auf steigende Zinsen und damit höhere Einnahmen aus dem Kreditgeschäft hievte den US-Bankenindex auf ein Neun-Jahres-Hoch von 401,32 Zählern.

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Yellens Rede vor dem Ausschuss war ihr erster Auftritt vor dem Kongress seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump im Januar. Die Fed hatte den Leitzins Ende 2016 auf das aktuelle Niveau von 0,5 bis 0,75 Prozent angehoben. Angesichts der rund laufenden Wirtschaft hatte sie damals drei Erhöhungen für 2017 in Aussicht gestellt. An den Finanzmärkten werden jedoch eher zwei Schritte für möglich gehalten. Viele Investoren erwarten, dass die bereits rund laufende Konjunktur durch die Politik des am 20. Januar ins Weiße Haus eingezogenen Präsidenten Trump zusätzlich befeuert wird. Er plant radikale Steuersenkungen und Investitionen in Billionenhöhe. Die nächste Fed-Sitzung steht im März an. Viele Experten erwarten aber, dass die Zentralbank bis Juni mit einer Erhöhung wartet.

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