US-Fed-Chefin : "Geldpolitik ist kein Allheilmittel"

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US-Fed-Chefin : "Geldpolitik ist kein Allheilmittel"

von Angela Hennersdorf

Ruhig und bedächtig präsentiert sich die neue Chefin der US-Notenbank, Janet Yellen, bei ihrem ersten Auftritt vor dem US-Kongress. Viel Neues hat sie nicht zu bieten:  Die milliardenschweren Konjunkturspritzen der Fed will sie weiter zurückfahren, trotz der enttäuschenden Entwicklung am US-Arbeitsmarkt.

Seit zehn Tagen ist Janet Yellen die mächtigste Notenbankerin der Welt. Bei ihrem ersten Auftritt vor dem Finanzausschuss im US-Kongress in Washington präsentiert sich die 67-jährige ruhig, ja fast ein wenig zu bedächtig, doch höchst konzentriert. Sehr verständlich erklärt sie den weiteren geldpolitischen Kurs der Federal Reserve. Und für ihre klaren Worte – sie kommt ohne viel Fachgeplänkel aus  -  prompt von den amerikanischen Abgeordneten gelobt.

Inhaltlich hat Yellen allerdings nicht viel Überraschendes zu bieten. Sie fährt den eingeleiteten geldpolitischen Kurs ihres Vorgängers Ben Bernanke fort. Die umfangreichen Anleihekäufe der US-Notenbank in Milliardenhöhe will sie weiter wie geplant zurückfahren, an der Niedrigzinspolitik der US-Notenbank rüttelt sie auch nicht.

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Die Federal Reserve kündigte Ende Januar an, ihre monatlichen Anleihekäufe um weitere zehn Milliarden Dollar zu drosseln. Ab Februar würden Staatsanleihen und Hypothekenpapiere noch im Umfang von 65 Milliarden Dollar monatlich aufgekauft. Die Notenbank pumpt seit Mitte 2008 im Kampf gegen die Folgen der Finanzkrise Milliarden in den Wirtschaftskreislauf. Im Dezember vergangenen Jahres begann die Fed mit dem Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik.

Eine Umkehr von dieser Drosselung käme nur dann in Frage, wenn sich der konjunkturelle Ausblick dramatisch verschlechtere, sagt Yellen.  Doch dafür gäbe es derzeit keine Anzeichen. Die US-Notenbank erwartet in diesem und im kommenden Jahr immerhin ein „moderates“ Wirtschaftswachstum. Die Turbulenzen an den Finanzmärkten in einigen Schwellenländern wegen der Drosselung der milliardenschweren Konjunkturspritzen der Fed, stellten kein großes Risiko für die USA dar, so Yellen.

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