US-Geheimdienstdirektor: „Keine Zeit, einfach der nette Kerl zu sein“

US-Geheimdienstdirektor: „Keine Zeit, einfach der nette Kerl zu sein“

, aktualisiert 01. März 2017, 14:57 Uhr
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Der 73-Jährige ist der Kandidat für das Amt des nationalen Geheimdienstdirektors der USA.

Quelle:Handelsblatt Online

Dan Coats ist der neue Kandidat für die Stelle des US-Geheimdienstdirektors. Er versichert, die Gesetze nicht ändern zu wollen und politischem Druck standzuhalten. Der IS und Russland seien Ziele, aber auch Donald Trump.

WashingtonDer Kandidat für das Amt des nationalen Geheimdienstdirektors der USA, Dan Coats, will sich im Fall seiner Bestätigung durch den Senat an das Verbot harter Verhörmethoden wie etwa des Waterboardings halten. In einer Anhörung vor dem Senat erklärte Coats am Dienstag, zwar habe er die entsprechende Gesetzesverschärfung nicht unterstützt, doch werde er das Gesetz befolgen und nicht versuchen, es zu ändern.

Zu den größten Herausforderungen für das Land zählte Coats die wachsende Cyberkriminalität und die Bedrohung durch islamistische Extremisten. Besonderes Augenmerk müssten die Geheimdienste auf die nuklearen Ambitionen Nordkoreas, die Gebietsansprüche Chinas im Ost- und Südchinesischen Meer sowie russische Aggression richten, sagte Coats.

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Er sicherte zu, dem Geheimdienstausschuss des Senats Informationen über mögliche Verbindungen von US-Präsident Donald Trump zu Russland weiterzuleiten. Der Ausschuss hat dazu Ermittlungen aufgenommen, Trump hat Berichte über solche Verbindungen zurückgewiesen.

Wird der 73-jährige frühere Botschafter der USA in Deutschland vom Senat bestätigt, wird er als neuer nationaler Geheimdienstdirektor die verschiedenen Geheimdienste der USA koordinieren. Coats erklärte, er habe mit Trump über seine potenzielle Rolle gesprochen, die beinhaltet, dem Oberkommandierenden schlechte Nachrichten überbringen zu müssen. Er werde Trump so akkurat und objektiv wie möglich informieren und sei stark genug, sich politischer Einflussnahme zu widersetzen, sagte er.

Die Geheimdienste seien nicht dazu da, politisch Einfluss zu nehmen. „Unser Job ist, denen die Wahrheit zu präsentieren, die politische Entscheidungen treffen. Ich werde nichts tolerieren, was hinter diesem Standard zurückbleibt.“ Angesichts der weltweiten Lage „haben wir keine Zeit, einfach der nette Kerl zu sein“.

Quelle:  Handelsblatt Online
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