US-Gesundheitsreform: Fresenius hofft dank Obama auf gute Geschäfte

US-Gesundheitsreform: Fresenius hofft dank Obama auf gute Geschäfte

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Kugelschreiber mit dem Logo des Medizinkonzerns Fresenius

von Jürgen Salz

Die US-Gesundheitsreform beschert der Pharmaindustrie 32 Millionen neue Kunden, die künftig krankenversichert sind. Der Bad Homburger Medizinkonzern Fresenius dürfte zu den Gewinnern der Reform zählen.

Seitdem die US-Gesundheitsreform beschlossene Sache ist, legt die Fresenius-Aktie zu. Über 40 Prozent seines Umsatzes erzielt das Unternehmen in den USA – deutlich mehr als Bayer oder Merck. Die Tochtergesellschaft Fresenius Medical Care (FMC), die ebenfalls im Deutschen Aktienindex (Dax) notiert ist und von dem Amerikaner Ben Lipps geführt wird, ist Weltmarktführer bei der Nierenwäsche. In den USA betreibt FMC zahlreiche Dialysekliniken. Fresenius ist weiterhin spezialisiert auf intravenös zu verabreichende Medikamente. Da trifft es sich nun gut, dass die Bad Homburger im vergangenen Jahr dazu das US-Unternehmen APP Pharmaceuticals für 4,6 Milliarden Dollar übernommen haben. Die Unsicherheit sei nun raus aus der Fresenius-Aktie, erklärte ein Börsenhändler. Die Analysten von Unicredit urteilten, dass sich die US-Gesundheitsreform positiv auf Fresenius auswirken wird.

Weit weniger Euphorie sehen die Börsianer bei Bayer oder Merck. Der Darmstädter Merck-Konzern etwa ist im US-Geschäft noch unterrepräsentiert. Andere deutsche Unternehmen, wie etwa der Pharmagroßhändler Celesio oder die Generikahersteller Stada und Ratiopharm sind in den Vereinigten Staaten  kaum vertreten. Ratiopharm wird derzeit vom israelischen Teva-Konzern übernommen, der wiederum in den USA gut positioniert ist.

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Pharma-Aktien steigen

Insgesamt hoffen die Medikamenten-Hersteller, Klinikbetreiber und Medizintechnikfirmen nun auf bessere Geschäfte. Die Aktien von Pharmakonzernen wie Pfizer oder Bristol-Myers Squibb zogen entsprechend an.

Insgesamt ist die Industrie bei der Obama-Reform gut weggekommen: Nicht nur, dass künftig die Zahl der Patienten steigt. Die Hersteller haben sich auch ein Monopol erkämpft: Erst nach zwölf Jahren dürfen Generika-Wettbewerber Kopien von Biotech-Medikamenten auf den Markt bringen. Auch auf direkte Preisverhandlungen mit dem mächtigen staatlichen Krankenversicherer Medicare müssen sich die Konzerne nicht einlassen. Dafür willigten sie ein, die Medikamentenkosten um acht Milliarden Dollar pro Jahr zu senken. Unter dem Strich dürfte die Gesundheitsreform jedoch für die Pharmafirmen ein gutes Geschäft bleiben.     

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