US-Mahnungen: Russland lehnt Krim-Rückgabe ab

US-Mahnungen: Russland lehnt Krim-Rückgabe ab

, aktualisiert 15. Februar 2017, 10:59 Uhr
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Russlands Führung hat mehrfach betont, dass sie mit Trump auf eine Verbesserung der zerrütteten Beziehungen zu den USA hofft.

Quelle:Handelsblatt Online

Russland hat die Forderung der USA zurückgewiesen, die Krim an die Ukraine zurück zu geben. Das könnte für neue Spannungen zwischen den USA und Russland sorgen. Dabei wollte Trump das Verhältnis eigentlich verbessern.

MoskauRussland hat sich empört über Forderungen der USA nach einer Rückgabe der Halbinsel Krim an die Ukraine geäußert. „Die Krim ist ein Teil Russlands. Alle Aussagen über eine Abtrennung der Krim von Russland sind ein Angriff auf unsere territoriale Integrität“, sagte Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin am Mittwoch in Moskau. Außenamtssprecherin Maria Sacharowa bekräftigte der Agentur Interfax zufolge, Moskau werde die Krim nicht zurückgeben. Das Ministerium reagierte damit auf Mahnungen eines Sprechers von US-Präsident Donald Trump, dass die russische Regierung die Kontrolle über die Halbinsel im Schwarzen Meer wieder abgeben müsse. Wolodin kritisierte, solche Äußerungen stünden im Widerspruch zu Trumps Wahlversprechen, das Verhältnis zu Russland zu verbessern. „Die Krim ist nicht verhandelbar“, betonte auch Senator Viktor Oserow.

Die Annexion der Krim im Jahr 2014 löste scharfe Proteste der USA und der EU aus. Der Westen reagierte mit Sanktionen gegen Russland, die Beziehungen sind seitdem so angespannt wie seit dem Ende des Kalten Kriegs nicht mehr.

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Das Verhältnis zwischen den USA und Russland steht unter besonderer Beobachtung, weil Trump sich eine Verbesserung der Beziehungen auf die Fahnen geschrieben hat. Spicers Äußerungen dämpfen indes die russischen Erwartungen an Trumps Team. „Wir haben – bei aller Sympathie für Trumps konstruktive Rhetorik – zu früh entschieden, dass er pro-russisch ist. Er ist pro-amerikanisch“, sagte der Außenpolitiker Leonid Sluzki.

Eine erste Begegnung des US-Außenministers Rex Tillerson mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow ist nach russischen Angaben in den kommenden Tagen in Deutschland geplant. Vorbereitet werde eine Begegnung der beiden Politiker am Rande des G20-Ministertreffens in Bonn, sagte die Sprecherin des Moskauer Außenamts. Am Donnerstag und Freitag kommen in der ehemaligen Bundeshauptstadt die Außenminister der 20 größten Industrie- und Schwellenländer (G20) zusammen. Bei dem Treffen Lawrows mit Tillerson dürfte es früheren Angaben zufolge auch um Syrien gehen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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