US-Notenbank: Bei der Fed soll Schluss sein mit billigem Geld

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US-Notenbank: Bei der Fed soll Schluss sein mit billigem Geld

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Nach der Ankündigung der Notenbank, die Anleihenkäufe zu beenden, stürzten die Börsenkurse ab.

von Angela Hennersdorf

Gleich drei Präsidenten der US-Notenbank Fed plädieren dafür, das milliardenschwere Anleihenkaufprogramm zu beenden. Prompt schloss der US-Aktienmarkt mit Verlusten, zumal die jüngsten Konjunkturdaten auch noch enttäuschten.

Es klang fast so, als hätten sie sich abgesprochen – nach dem Motto, gemeinsam sind wir stark und werden unserem Chef schon das fürchten lernen. Jeffrey Lacker, Präsident der Federal Reserve in Richmond, als harte Gegner der Politik des billigen Geldes bekannt, sowie seine Kollegen Richard Fisher von der FED in Dallas sowie Charles Plosser, President der FED Philadelphia sprachen sich gestern dafür aus, das 40 Milliarden-Dollar schwere Hypothekenkanleihen-Kaufprogramm der FED zu beenden. Es sei nicht gut für die FED so viele Hypothekenanleihen zu halten, sagte Plosser. Lacker sagte auf einer Veranstaltung seiner Notenbank in Baltimore, die Fed sollte sich aus dem Hypothekenkauf-Geschäft zurückziehen.

Noch deutlicher wurde John Williams, Präsident der FED von San Franscisco. Er kündigte an, die FED könnte schon in diesem Sommer ihr Stimulus-Programm von monatlich insgesamt 85 Milliarden Dollar zurückfahren. Schließlich zeige die US-Wirtschaft ja Zeichen einer stetigen Erholung.

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Die Ankündigungen der vier einflussreichen FED-Präsidenten kamen allerdings zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Ziemlich enttäuschend waren die heutigen Arbeitsmarktdaten. Unerwartet viele Amerikaner stellten einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe. Die Zahl stieg in der vergangenen Woche auf 360.000 – der höchste Wert seit sechs Monaten. Auch der Immobilienmarkt, schwächelt. Die Zahl der neuen Wohnbaubeginne brach im April trotz der niedrigen Zinsen ein.

Prompt purzelten die Kurse an der Wall Street. Der Dow Jones Industrial-Index schloss 0,28 Prozent tiefer bei 15 233,22 Punkten und der marktbreite S&P-500-Index verlor 0,50 Prozent auf 1650,47 Punkte. Beide Indizes hatten am Vortag einmal mehr historische Höchststände gefeiert.

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Wall Street wird also weiter darauf hoffen, dass FED-Chef Ben Bernanke nicht so schnell seine lockere Geldpolitik beenden wird. Die Null-Zins-Politik der FED, der EZB und der japanischen Notenbank sorgen seit Monaten für eine große Liquidität an den Märkten, die mangels anderer renditeträchtigen Alternativen vor allem in die Akienmärkte fließt und die Papiere in die Höhe treibt.

Bleibt abzuwarten, ob die „Revolte“ bei den FED-Präsidenten verpufft. Fed-Chef Ben Bernanke will bei dem Ankaufprogramm bleiben bis die Arbeitslosenrate in den USA unter 6,5 Prozent fällt oder die Inflation höher als 2,5 Prozent ist.

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