US-Präsidentschaft: Trump distanziert sich von rechten Bewegungen

US-Präsidentschaft: Trump distanziert sich von rechten Bewegungen

, aktualisiert 23. November 2016, 12:29 Uhr
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Der designierte US-Präsident äußerte sich erstmals nach seinem Wahlsieg offen zu rechten Gruppierungen in den USA.

Quelle:Handelsblatt Online

Weiße Nationalisten jubelten, als Donald Trump die Wahl gewann. Bei einem Treffen zeigten sie den Hitlergruß. Nun geht der künftige Präsident auf Distanz – kann aber nicht alle überzeugen.

New YorkDer designierte US-Präsident Donald Trump bestreitet, rechte Gruppierungen in den USA zu unterstützen. „Ich gebe ihnen keinen Auftrieb, und ich will mit ihnen nichts zu tun haben“, sagte Trump in einem Interview der „New York Times“. Es war das erste Mal, dass er das Thema nach seinem Wahlsieg offen angesprochen hat. Eine Bürgerrechtsorganisation zeigte sich von seinen Worten allerdings nicht sehr überzeugt.

Trump verteidigte auch seinen künftigen Strategiechef im Weißen Haus, Stephen Bannon, gegen Kritik, dieser sei ein Rassist. „Wenn er Rassist oder ein Rechter oder was auch immer in dieser Richtung wäre, würde ich überhaupt nicht darüber nachdenken, ihn zu beschäftigen.“ Die Ernennung des radikalen Provokateurs war von vielen Seiten kritisiert worden.

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Nach einer Konferenz von Neonazis am Wochenende in Washington gefragt, sagte Trump, er verdamme das und wolle nichts damit zu tun haben. Bei dem Treffen hatten Anwesende den Hitlergruß gezeigt und „Heil Trump“ gerufen, wie Videoaufzeichnungen belegen.

Die Bürgerrechtsorganisation „Southern Poverty Law Center“ verzeichnete in den Tagen nach der Wahl einen deutlichen Anstieg von Übergriffen gegen Einwanderer, Muslime, Schwarze und andere Gruppen.

Der Präsident der Organisation, Richard Cohen, erklärte am Dienstag: „Während seines Wahlkampfes hat Herr Trump vorgegeben, er wisse rein gar nichts über den langjährigen Rassisten David Duke. Jetzt tut er so, als habe er keine Ahnung, wieso seine Wahl eine neue Verkörperung weißer Nationalisten hervorgebracht hat, die sogenannte Alt-Right-Bewegung.“

Die Gründe dafür seien aber offensichtlich, fügte Cohen hinzu. „Er hat von Beginn an ihren Ton getroffen, als er seine Kandidatur bekannt gab und mexikanische Einwanderer Vergewaltiger nannte.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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