US-Präsidentschaft: Warum Donald Trump scheitern wird

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US-Präsidentschaft: Warum Donald Trump scheitern wird

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Donald Trump führt das Feld der republikanischen Präsidentschaftskandidaten an.

von Marc Etzold

In den Umfragen führt Milliardär Donald Trump das Feld der republikanischen Präsidentschaftskandidaten an. Seine Aussichten auf die Nominierung seiner Partei oder gar das Weiße Haus gehen aber gegen Null. Drei Gründe.

Geschäftsmann, Exzentriker und konservativer Hardliner – kann ein solcher Kandidat US-Präsident werden? Bereits vor vier Jahren musste sich die republikanische Partei dieser Frage stellen. Im Jahr 2011 bewarb sich der frühere Pizza-Unternehmer Herman Cain um die Nominierung seiner Partei.

Diesmal tritt Milliardär Donald Trump an. Und der sagt für eine Kontroverse nach der nächsten. Kürzlich hatte er sich beispielsweise abfällig über den republikanischen Politiker John McCain geäußert, der im Vietnam-Krieg gefangen genommen und gefoltert wurde. „Er ist ein Kriegsheld, weil er gefangen wurde. Ich mag Leute, die nicht gefangen wurden“, hatte Trump über McCain gesagt. Mexikanische Einwanderer bezeichnete er pauschal als Schmarotzer und Vergewaltiger. Und bei einer Wahlkampfkundgebung lästerte er über seine Co-Kandidaten und veröffentlichte vor laufenden Kameras die Mobilfunknummer eines Konkurrenten.

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In aktuellen Umfragen hat Trump das nicht geschadet – im Gegenteil. Bei den Republikanern liegt er vorne. Durchschnittlich kommt Trump derzeit auf 18 Prozent. Diesen Mittelwert weist die Umfrageplattform Realclearpolitics derzeit für Trump aus. Danach folgt Floridas Ex-Gouverneur Jeb Bush auf Platz zwei mit knapp 14 Prozent und Scott Walker, Gouverneur von Wisconsin, auf Platz drei mit elf Prozent. Zuletzt hatte eine Umfrage der Washington Post für Aufregung gesorgt, bei der Trump gar auf 24 Prozent kommt – ein doppelt so hoher Wert, wie ihn Jeb Bush erreicht.

Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass Trump im Wettstreit um die republikanische Kandidatur langfristig mitspielen kann. Dafür gibt es drei Gründe:

1. Trump fehlt die Unterstützung der Republikanischen Partei

Donald Trump US-Milliardär baut Vorsprung bei Republikanern aus

Mit seiner Methode viel Feind, viel Ehr' scheint US-Milliardär Trump einigen Erfolg zu haben. Umfragen sehen ihn an der Spitze der 15 Republikanischen Bewerber für das Präsidentenamt.

US-Milliardär baut Vorsprung bei Republikanern aus Quelle: AP

Dem Establishment der sogenannten Grand Old Party ist Trump ein Dorn im Auge. Ihr Problem: In der Hauptwahl würde er gegen Hillary Clinton oder einen anderen Kandidaten der Demokraten haushoch verlieren. Dietmar Herz, Politikwissenschaftler an der Universität Erfurt, sieht Trumps größten Nachteil bei seiner Wirkung auf Minderheiten. „Afroamerikaner, Latinos, Schwule und Lesben würde ihn nicht wählen. Ohne diese Minderheiten kann aber niemand in den USA Präsident werden.“

Schon Mitt Romney hatte 2012 dieses Problem. Während Obama überproportional viele Frauen und eine Art Koalition der ethnischen Minderheiten hinter sich wusste, konnten die Republikaner lediglich bei der weißen Mittelschicht punkten. Zu wenig, denn die einstigen Minderheiten sind angesichts der demografischen Entwicklung längst wahlentscheidend.

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