US-Präsidentschaftswahlkampf: TV-Debatte: Trump teilt weiter aus

US-Präsidentschaftswahlkampf: TV-Debatte: Trump teilt weiter aus

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Republican presidential candidate, businessman Donald Trump, speaks during a rally coinciding with Pearl Harbor Day at Patriots Point aboard the aircraft carrier USS Yorktown in Mt. Pleasant, S.C., Monday, Dec. 7, 2015. (AP Photo/Mic Smith)

Der Kampf gegen Terror und die nationale Sicherheit stehen wie erwartet im Mittelpunkt der fünften TV-Debatte der Republikaner. Bush teilt heftig gegen Trump aus. Der gibt eine Liebeserklärung für die Partei ab.

Der Anti-Terror-Kampf und nationale Sicherheit haben die fünfte TV-Debatte der Präsidentschaftskandidatur der Republikaner dominiert. Heftige Kritik musste der in Umfragen führende Milliardär Donald Trump einstecken, nicht zuletzt wegen seiner vielkritisierten Forderung nach einem vorläufigen Einreisestopp für Muslime in die USA. Der Gescholtene verteidigte sich vehement.

Auf der Bühne in Las Vegas standen am Dienstagabend (Ortszeit) dessen derzeit ärgster Verfolger, der texanische Senator Ted Cruz, New Jerseys Gouverneur Chris Christie, Senator Rand Paul aus Kentucky, sein Kollege Marco Rubio aus Florida, die Ex-Hewlett-Packard-Chefin Carly Fiorina, der Neurochirurg Ben Carson, Ohios Gouverneur John Kasich und der ehemalige Gouverneur von Florida, Jeb Bush.

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Es war die erste Debatte der Republikaner seit den Anschlägen von Paris und San Bernardino in Kalifornien, die die Terrorangst in den USA neu angefacht haben. In der Folge gerieten die Bemühungen von Präsident Barack Obama im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat und der Zustand der nationalen Sicherheit in den USA auf den Prüfstand.

Einig waren sich die republikanischen Kandidaten denn auch in ihrer Kritik an Obamas Politik. Jeder der anderen republikanischen Bewerber sei besser als der Amtsinhaber oder Hillary Clinton, die führende Bewerberin der Demokraten, befand Cruz. Amerika brauche einen Präsidenten, der die Bedrohung durch die Terrormiliz Islamischer Staat verstehe.

Trump sah sich indes unter Rechtfertigungszwang für seine jüngsten Äußerungen über Muslime, die er vorerst nur unter nicht näher genannten Ausnahmen ins Land lassen will. Es sei ihm damit nicht darum gegangen, Muslime zu diskriminieren, erklärte er. „Wir reden nicht über Isolation, wir reden über Sicherheit“, sagte er. Es gehe auch nicht um die Religion.

Bush wies Trumps Forderung dennoch als unseriös zurück. „Donald ist toll bei den Einzeilern, aber ein Chaos-Kandidat, der einen Chaos-Präsidenten abgeben würde.“ Bush warf Trump zudem vor, sich seinen „Weg zur Präsidentschaft mit Beleidigungen“ ebnen zu wollen.

Ein langer Schlagabtausch entspann sich zwischen den relativ jungen und kubanischstämmigen Senatoren Cruz und Rubio über die Themen nationale Sicherheit und Einwanderung. Rubio verteidigte seinen Rückhalt für den Plan, einigen illegal in die USA eingewanderten Menschen die US-Staatsbürgerschaft zu ermöglichen - eine unpopuläre Haltung in der Republikanischen Partei. Der Senator war einer der Coautoren eines umfassenden entsprechenden Gesetzesentwurfs im Jahr 2013, der in Zusammenarbeit mit den Demokraten erarbeitet worden war. Zuletzt ruderte Rubio jedoch zurück und erklärte, legale Bleibemöglichkeiten für Migranten seien erst nach der Sicherung der Grenze zwischen den USA und Mexiko eine Option.

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Cruz ging in seinem Widerstand gegen ein Gesetz zur rechtlichen Anerkennung von illegal Eingewanderten weiter als bisher. „Ich habe eine Legalisierung nie unterstützt und habe das auch nicht vor“, sagte er.

Kurz vor Ende der Debatte sorgte dann Trump für einen Moment der Erleichterung bei der republikanischen Führung. Er werde nicht als unabhängiger Kandidat antreten, falls er die Nominierung als republikanische Präsidentschaftsbewerber verpassen sollte, sagte der Geschäftsmann. Das Szenario eines unabhängigen Kandidaten Trump hatte viele Republikaner aufgeschreckt, da eine Zersplitterung der Konservativen wohl der wahrscheinlichen demokratischen Kandidatin Hillary Clinton in die Hände spielen dürfte.

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