US-Regierungskreise: Lieferung schwererer Waffen an syrische Kurden beschlossen

US-Regierungskreise: Lieferung schwererer Waffen an syrische Kurden beschlossen

, aktualisiert 09. Mai 2017, 20:39 Uhr
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Die Kurdenmiliz YPG kämpft aktuell gegen den Islamischen Staat.

Quelle:Handelsblatt Online

Die USA wollen weiterhin schwere Waffen an die Kurdenmiliz YPG liefern. Zuvor gab es Einspruch aus Ankara. Die Türkei bezeichnet die YPG als Terroristen – die USA loben ihre Effizienz im Anti-IS-Kampf.

KopenhagenDie USA wollen trotz türkischen Einspruchs die gegen den IS kämpfenden Kurden in Syrien mit schwereren Waffen versorgen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AP am Dienstag aus US-Regierungskreisen. Die Waffenlieferung sei beschlossen worden, hieß es. US-Verteidigungsminister James Mattis hatte sich kurz davor auf einer Konferenz von gegen die Terrormiliz Islamischer Staat kämpfenden Ländern zurückhaltender geäußert. Die Nato-Partner USA und Türkei arbeiteten daran, ihre Differenzen bezüglich der Kurdenmiliz YPG auszuräumen, sagte er in Kopenhagen.

Ankara betrachtet die YPG als Ableger der in der Türkei verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, die auch von Washington als Terrorgruppe eingestuft wird. Die YPG sehen die USA aber als eine der effektivsten Milizen, die in Syrien gegen den IS kämpfen. Die USA wollen die YPG als wichtige Einheit bei der geplanten Eroberung der IS-Hochburg Al-Rakka in Syrien einsetzen. Türkische Kampfflugzeuge hatten im April kurdische Stützpunkte in Syrien bombardiert. Das hatte die Spannungen zwischen Washington und Ankara in der Kurdenfrage verschärft.

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Ein ranghoher Regierungsbeamter sagte der AP, die USA würden die YPG für ihren Angriff auf Al-Rakka mit schwereren Waffen beliefern. Seit Monaten hatten Washington und Ankara dazu um eine Kompromiss gerungen. Mattis sagte in Kopenhagen, wo auch ein türkischer Vertreter an der Konferenz teilnahm, die Nato-Partnerschaft bedeute nicht, dass Ankara und Washington immer die gleichen Standpunkte zur Lösung eines Problems haben müssten. „Wir werden das klären“, sagte er. „Wir werden überlegen, wie wir das machen.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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