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US-Schuldenkrise: Radikale Republikaner blockieren eine Lösung

von dpa

Die radikale Tea Party-Bewegung blockiert jeden Kompromiss: Eine neue Abstimmung im Repräsentantenhaus ist gescheitert. Jetzt wird es ungemütlich: Die US-Regierung stellt einen Notfallplan in Aussicht.

Tea Party Quelle: dpa
Tea Party Quelle: dpa

Vier Tage vor der drohenden Zahlungsunfähigkeit scheint eine Einigung im US-Schuldenstreit immer unwahrscheinlicher. Am Donnerstagabend (Ortszeit) mussten die Republikaner eine Abstimmung über eine Erhöhung des Schuldenlimits im Abgeordnetenhaus vertagen. Grund war interner Streit zwischen Gemäßigten und Radikalen im Oppositionslager. Dadurch wird die Suche nach einer Einigung zusätzlich erschwert. Falls es bis zum 2. August keine Einigung gibt, droht die Zahlungsunfähigkeit der USA - mit unabsehbaren Folgen für die Weltwirtschaft.

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Ohnehin hätte es sich um ein eher symbolisches Votum gehandelt: Präsident Barack Obama hatte bereits ein Veto gegen das Gesetz angekündigt, weil es sich lediglich um eine kurzfristige Lösung handele und das Schuldenlimit im Wahljahr 2012 erneut heraufgesetzt werden müsste. Obama will aber eine solche Diskussion im Wahljahr vermeiden. Trotz der anhaltenden Blockade zeigte sich das Weiße Haus am Donnerstag zunächst zuversichtlich, dass es in letzter Minute doch noch einen Deal geben könnte.

US-Topbanker warnen

„Wir bleiben weiter optimistisch, dass der Kongress zur Vernunft kommt, dass kühlere Köpfe die Oberhand gewinnen und dass sich ein Kompromiss durchsetzen wird“, meinte Regierungssprecher Jay Carney. Unter einem Scheitern würden alle Amerikaner leiden. Unterdessen riefen US-Topbanker Obama und den Kongress auf, sich endlich zu einigen. In drastischen Worten warnten sie vor den Konsequenzen, sollten die USA keine neuen Schulden mehr aufnehmen dürfen und damit zahlungsunfähig werden.

„Die Folgen der Tatenlosigkeit wären gravierend - für unsere Wirtschaft, für unseren ohnehin schwächelnden Arbeitsmarkt, für die finanziellen Verhältnisse unserer Firmen und Familien und für Amerikas wirtschaftliche Führungsrolle in der Welt“, schrieben die Chefs von Goldman Sachs, JPMorgan Chase, der Citigroup, der Bank of America und von zehn weiteren US-Finanzkonzernen.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 31.07.2011, 11:27 UhrAnonymer Benutzer: mallorcasusi

    @?
    Die Tea Party sind die ultra Konservativen in USA.
    Die haben überhaupt keine vernünftigen Konzepte.
    Steuern weiter redudzieren, Sozialleistungen abschaffen und das
    bei einer bevölkerung von über 300 Mio. Diese Ganoven wollen die
    Welt ausbeuten und beherrschen. Die eigene bevölkerung, die nicht
    zu den oberen 100.000 gehören am liebsten abschaffen, d.h. ver-
    hungern lassen oder in die Wälder treiben, oder an irgend einer
    Front verheizen. Vielleicht auch die Sklaverei wieder einführen
    unabhänging von der Hautfarbe, damit man nur in Naturalien bezahlen muss ( z.b. Maiskolben ) und eine Überwachungsarmee
    weiter verfeinern und ausbauen kann. Diese Menschenverachter
    sind volkswirtschftliche Vollidioten und sozial degeneriert.
    Schaut euch doch z.b. mal die Pallin an, Moralapostel sein, aber in
    der Familie wird gehurt auf Teufel komm raus. Wieso schafft Amerika diese Partei nicht endlich ab ? Freiheit ja, aber für alle und
    nicht nur für die sog. Oberschicht. USA hat fertig ...

  • 29.07.2011, 19:37 UhrAnonymer Benutzer: schnulli

    ich bin für das experiment , die usa pleite gehen zu lassen .

    erst wenn die supereichen und ihr politischer arm der tea party das land endlich ruiniert haben ( oder alles bekommen haben ) wird endlich ruhe sein !

    zudem muss man doch dankbar sein, dass 500 hedgefond manager die menschheit ruinieren können , soweit hat der verblendete westler von heute es doch schon gebracht !

    vielleicht wird dann in den usa wieder der gesunde menschenverstand re(a)gieren oder die freunde smith & wesson .

    als resultat daraus werden die usa die top bewertungen von s&p , moodies etc verlieren,die zinsenw erden endlich wieder steigen ,
    der dollar wird gegen den euro /franken/rimbimbim/rubel runterrauschen ,
    die truppen werden abgeschafft , ebenso alle rentner und alles was nicht reich ist !

    dann , wenn keiner mehr was kaufen kann ,ist amerika wirklich am ende - dann bis in 5 Tagen !

    well done good old tea - party !

  • 29.07.2011, 10:05 UhrAnonymer Benutzer: ?

    Heutzutage scheint alles "radikal" zu sein. Da gibt es die radikal-islamischen Taliban, die radikale Tea Party bewegung und jetzt eben die radikalen Republikaner. "Radikal" ist genauso ausgelutscht, wie "Klimawandel". Es ist zu einer Phrase verkommen, höchstens noch als Füllwort zu gebrauchen. Die Schreiberlinge sollten schleunigst zu einer weniger dramatisierenden Sprache zurückfinden, wollen Sie nicht ihre verbleibende - ohnehin schon geringe - Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen.

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