US-Vorwahl: Gingrich ohne Chance

KommentarUS-Vorwahl: Gingrich ohne Chance

von Tim Rahmann

Der Erz-Konservative hat das Rennen der Republikaner wieder spannend gemacht. Für die Partei wäre seine Nominierung aber fatal.

Die Basis der Republikaner ist tief gespalten. Im Süden der USA misstrauen die Konservativen dem Lebensstil der Ostküstler, den Mormonen in Utah und den Einwanderern im Allgemeinen. Im Nordwesten hingegen sind die Anhänger der „Grand Old Party“ gemäßigter: Sie belächeln die Engstirnigkeit des Südens, sind für den freien Markt – und haben nichts gegen Einwanderer, solange sie als billige Hilfsarbeiter nützlich sind.

Vereint sind die Republikaner nur in einem Punkt: Der offenen Ablehnung von US-Präsident Barack Obama. Er ist in ihren Augen mal Muslim, mal Verräter des ehrlichen Arbeiters. Er muss aus dem Weißen Haus gejagt werden, so das Credo. Welcher Republikaner an seine Stelle treten würde, ist da zweitrangig.

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Doch mit dem Sieg von Newt Gingrich bei den Vorwahlen in South Carolina ist die Abwahl von Barack Obama unwahrscheinlicher denn je geworden.

FAQ US-Vorwahlen

  • Wer bestimmt den Spitzenkandidaten?

    Den Spitzenkandidaten einer Partei bestimmt deren Basis während der Parteitage. Diese "national conventions" gibt es seit 1832. Dort kommen Tausende Delegierte zusammen, die bei den Vorwahlen in den einzelnen Bundesstaaten ernannt wurden und sich verpflichtet haben, für einen bestimmten Kandidaten zu stimmen.

  • Wie viele Delegierte vertreten die US-Staaten?

    Insgesamt 2286 Delegierte vertreten 50 US-Bundesstaaten - inklusive Washington, Puerto Rico, Guam, Amerikanisch Samoa, Virgin Islands und die Nördlichen Marianen.

  • Welche Wahlverfahren gibt es?

    Es gibt zwei Wege, einen Kandidaten zu wählen: Caucus und Primary. Bei der Primary gehen die Wähler in ein Wahllokal und wählen ihren Kandidaten. Bei der offenen Primary können alle Wähler für jeden beliebigen Kandidaten stimmen. Bei der geschlossenen Vorwahl wählen die eingetragenen Parteimitglieder strikt nach Parteizugehörigkeit.

    Bei der Caucus wählen eingetragene Parteimitglieder - schriftlich oder offen - jeweils ihren Kandidaten. Dem voran gehen Debatten und Reden, das Verfahren ist recht zeitaufwändig.

  • Wie viele Vorwahlen gibt es?

    Die Präsidentschaftskandidaten können in 56 Vorwahlen um die Stimmen der Delegierten buhlen. Los geht es am 03. Januar in Iowa, der letzte Vorwahlkampf findet am 26. Juni in Utah statt.

  • Wie viel Stimmen braucht Obamas Gegenkandidat?

    Damit die Republikaner einen Gegenkandidaten für Barack Obama ins Rennen schicken können, muss er bei den Vorwahlen 1144 Delegiertenstimmen bekommen haben.

Keine Frage: Der ehemalige Sprecher des US-Repräsentantenhauses, der bei den ersten beiden Vorwahlen in Iowa und New Hampshire noch unterging, hat in South Carolina einen spektakulären Sieg errungen. Mit zwölf Prozentpunkten Vorsprung lag er am Ende vor seinem Haupt-Konkurrenten Mitt Romney, dem Ex-Gouverneur von Massachusetts. Gingrich will bereits bei der nächsten Vorwahl in Florida, Romney den entscheidenden „K.O-Schlag verpassen“, wie er via Twitter mitteilte.

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