US-Vorwahl: Haarscharfes Wahlergebnis

US-Vorwahl: Haarscharfes Wahlergebnis

Quelle:dpa

Mitt Romney hat die erste Vorwahl der US-Republikaner in Iowa äußerst knapp gewonnen. Er lag nur acht Stimmen vor seinem Konkurrenten Rick Santorum.

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Mitt Romney hat die Iowa-Vorwahl ganz knapp gewonnen

Es war ein Kopf an Kopf-Rennen: Nach mehr als 90 Prozent der ausgezählten Stimmen lieferten sich gleich drei Bewerber praktisch ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach Angaben mehrerer TV-Sender kamen der frühere Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, und der Ex-Senator von Pennsylvania, Rick Santorum, auf jeweils 25 Prozent der Stimmen. Der Kongressabgeordnete Ron Paul erhielt demnach 21 Prozent. Zum Ende hin zog Romney mit nur acht Stimmen mehr an Konkurrent Santorum vorbei.

Der 64-jährige Romney gilt Umfragen zufolge landesweit als Favorit. Experten halten Romney, der viele Jahre als Manager in der Finanzwirtschaft arbeitete, wegen seiner Wirtschaftskompetenz für den schwierigsten der möglichen Gegner Obamas. Die Themen Wirtschaft und Arbeitslosigkeit dürften die wichtigsten Themen im bevorstehenden Wahlkampf sein.

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FAQ US-Vorwahlen

  • Wer bestimmt den Spitzenkandidaten?

    Den Spitzenkandidaten einer Partei bestimmt deren Basis während der Parteitage. Diese "national conventions" gibt es seit 1832. Dort kommen Tausende Delegierte zusammen, die bei den Vorwahlen in den einzelnen Bundesstaaten ernannt wurden und sich verpflichtet haben, für einen bestimmten Kandidaten zu stimmen.

  • Wie viele Delegierte vertreten die US-Staaten?

    Insgesamt 2286 Delegierte vertreten 50 US-Bundesstaaten - inklusive Washington, Puerto Rico, Guam, Amerikanisch Samoa, Virgin Islands und die Nördlichen Marianen.

  • Welche Wahlverfahren gibt es?

    Es gibt zwei Wege, einen Kandidaten zu wählen: Caucus und Primary. Bei der Primary gehen die Wähler in ein Wahllokal und wählen ihren Kandidaten. Bei der offenen Primary können alle Wähler für jeden beliebigen Kandidaten stimmen. Bei der geschlossenen Vorwahl wählen die eingetragenen Parteimitglieder strikt nach Parteizugehörigkeit.

    Bei der Caucus wählen eingetragene Parteimitglieder - schriftlich oder offen - jeweils ihren Kandidaten. Dem voran gehen Debatten und Reden, das Verfahren ist recht zeitaufwändig.

  • Wie viele Vorwahlen gibt es?

    Die Präsidentschaftskandidaten können in 56 Vorwahlen um die Stimmen der Delegierten buhlen. Los geht es am 03. Januar in Iowa, der letzte Vorwahlkampf findet am 26. Juni in Utah statt.

  • Wie viel Stimmen braucht Obamas Gegenkandidat?

    Damit die Republikaner einen Gegenkandidaten für Barack Obama ins Rennen schicken können, muss er bei den Vorwahlen 1144 Delegiertenstimmen bekommen haben.

Experten sehen sich nach dem Vorwahl-Auftakt bestätigt, dass es im November nur dieses Duell ums Weiße Haus geben kann: Barack Obama gegen Mitt Romney. Das konservative "Wall Street Journal" urteilt, Romney habe vor allem Glück gehabt, dass niemand die große Lücke politisch rechts von ihm füllen konnte. Die erfahrenen und erfolgreichen Konservativen der Partei hätten sich diesmal gar nicht zur Wahl gestellt. So habe es Romney in dem Kampf ums Weiße Haus jetzt eher mit Sparringspartnern zu tun.
Und wer sich Romney dennoch in den Weg stellt, bekommt die volle Wucht seiner professionellen Kampagne zu spüren. Zuletzt traf dies den ehemaligen Parlamentspräsidenten Newt Gingrich. In den vergangenen Wochen stand er in Umfragen für Iowa noch viel besser dar, als er am Dienstag mit Platz vier letztlich abschnitt - Schuld daran haben wohl die bitterbösen Werbespots gegen ihn in TV-Sendern, bezahlt von Romneys Unterstützern. Die Kampagne war so nervenaufreibend, dass der 68-Jährige am Dienstag schließlich die Fassung verlor und Romney geradeheraus einen Lügner nannte.

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