US-Vorwahlen: Erz-Konservative verbünden sich gegen Romney

US-Vorwahlen: Erz-Konservative verbünden sich gegen Romney

von Tim Rahmann

Anstatt sich hinter dem Sieger der bisherigen Vorwahlen zu scharren, versuchen erz-konservative Republikaner Mitt Romney zu stürzen. Der Gouverneur von Texas, Rick Perry, zog seine Kandidatur zurück - um Newt Gingrich zu stärken. Das neue Bündnis prügelt wild auf Mitt Romney an, sehr zur Freude von US-Präsident Barack Obama.

Quick and dirty: Nach diesem Motto haben die Republikaner in der Vergangenheit stets ihre Präsidentschaftskandidaten ausgesucht. Im Februar, spätestens Anfang März, standen in den vergangenen Jahrzehnten, die Herausforderer des amtierenden US-Präsidenten fest.

Bis zu diesem Zeitpunkt war auch parteiintern nahezu jede Attacke erlaubt, mit dem Beginn des Frühjahrs aber konzentrierte sich die „Grand Old Party“ auf das Niedermachen der demokratischen Konkurrenz. Das dürfte dieses Mal anders sein, mit verheerenden Folgen für die republikanischen Bewerber, allen voran für Favorit Mitt Romney. Er wollte nach den positiven Ergebnissen von Iowa und New Hampshire in South Carolina seine Nominierung perfekt machen. Doch von einer Vorentscheidung ist Romney plötzlich weiter entfernt als je zuvor.

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"Null Begeisterung für Romney"

Der konservative Flügel der Republikaner hat sich gegen Romney verschworen. Am Donnerstagabend gab Rick Perry, Gouverneur von Texas, seinen Rückzug bekannt – um den ehemaligen Sprecher des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, zu stärken.

„Für Romney gibt es null Begeisterung innerhalb der konservativen Wählerschicht“, erklärt Andreas Falke, Direktor des Deutsch-Amerikanischen Instituts und Professor der Politikwissenschaften an der Universität Erlangen. „Gingrich hingegen ist eine Markenware, er steht für Konservatismus pur.“ Dass Romney, so die weit verbreitete Meinung, die besten Chancen habe, Obama zu schlagen, blenden die Erz-Konservativen aus. Das Wahlvolk ist da weiter: „Sie haben bisher Romney gewählt, weil er Obama am ehesten aus dem Amt jagen kann. Bei den Wählern überwiegt der Verstand und das Anti-Obama-Gefühl“, so Falke.

Doch bevor sich Romney auf das mögliche Duell mit dem Amtsinhaber einschießen kann, muss er fürchten, sich im Vorwahlkampf weiter von der innerparteilichen Konkurrenz ramponieren lassen zu müssen. Denn: Die Vorwahlen sind in diesem Jahr länger als je zuvor. Durch eine Gesetzesänderung und einen veränderten Terminkalender steht der Obama-Herausforderer möglicherweise erst im Juni fest. Dann nämlich wählt Kalifornien, das größte und stimmgewaltigste Bundesland. Bis dahin haben die Bewerber noch viel Zeit, die parteiinterne Konkurrenz zu denunzieren. Sehr zur Freude von Amtsinhaber Barack Obama.

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