US-Vorwahlen: Romney bekommt Gegenwind

 
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US-Vorwahlen: Romney bekommt Gegenwind

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„Ich stehe hier als die konservative Alternative zu Barack Obama“: der republikanische Kandidat zur US-Präsidentschaft auf einer Wahlveranstaltung in Missouri.

Bei den Vorwahlen in den US-Bundesstaaten Minnesota, Missouri Colorado hat Rick Santorum einen überraschenden Tripelsieg errungen. Der bisherige Favorit Mitt Romney schnitt dagegen schwach ab. Das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur im republikanischen Lager ist längst noch nicht entschieden.

Ein überraschender Doppelsieg von Rick Santorum bei den Vorwahlen hat das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner wieder spannend gemacht. Der Außenseiter gewann am Dienstag (Ortszeit) in den Bundesstaaten Minnesota und Missouri mit deutlichem Vorsprung, wie unter anderem die US-Fernsehsender CNN und NBC meldeten. Auch in Colorado, wo am Abend ebenfalls gewählt wurde, gewann der 53-Jährige nach Angaben der Republikanischen Partei.

Für den bislang haushohen Favorit Mitt Romney könnte das unerwartet kräftigen Gegenwind bedeuten. In Minnesota kam Santorum nach Auszählung von gut 70 Prozent der Stimmen auf etwa 45 Prozent. An zweiter Stelle lag überraschend der Kongressabgeordnete Ron Paul mit gut 27 Prozent. Romney kam nur auf 17, der ehemalige Parlamentspräsident Newt Gingrich auf 10 Prozent. In Missouri konnte Santorum sogar 55 Prozent der Stimmen für sich verbuchen. Romney kam hier auf gut 23 Prozent und Ron Paul auf über 12 Prozent. Gingrich stand nicht auf den Wahlzetteln.

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Die Abstimmung in diesem Staat hatte lediglich symbolischen Charakter, weil dort erst im März verbindlich gewählt wird.

Bisher lediglich nur eine Wahl gewonnen
In seiner Siegesrede unterstrich ein euphorischer Santorum, ein besserer Herausforderer von Amtsinhaber Barack Obama bei der Wahl im November zu sein als Romney. Der Ex-Gouverneur von Massachusetts vertrete im Kern die gleichen Positionen wie der demokratische Amtsinhaber im Weißen Haus, kritisierte Santorum. „Ich stehe hier als die konservative Alternative zu Barack Obama“, sagte er und griff dabei den Präsidenten scharf an: „Er hat niemals auf die Stimmen des Volkes gehört. Er denkt, er ist schlauer als Ihr, besser als Ihr“.

Mit seinem Aufbäumen am Dienstag könnte Santorum den Kampf um die Kandidatur gehörig durcheinanderwirbeln. Der Ex-Senator aus Pennsylvania hatte bislang nur die erste Vorwahl Anfang Januar in Iowa mit hauchdünnem Vorsprung gewonnen und danach stets eher schwach abgeschnitten. Romney dagegen hatte zuletzt seinen Favoritenstatus mit klaren Siegen in Nevada und Florida festigen können. Sein bislang schärfster Herausforderer, der ehemalige Parlamentspräsident Newt Gingrich, konnte nur South Carolina für sich entscheiden.

Lediglich der Kongressabgeordnete Ron Paul konnte noch keine Vorwahl gewinnen, mischt aber wegen seiner breiten Unterstützerbasis erfolgreich in dem Rennen mit. In Minnesota schaffte er es gar auf den zweiten Platz Wahlkampfteam hatte die Abstimmung dort schon vorab als unwichtig bezeichnet und auch die Bedeutung der Wahlen in Colorado und Minnesota heruntergespielt.

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