US-Vorwahlergebnisse: Clinton im Vorteil - McCain liegt klar vorn

US-Vorwahlergebnisse: Clinton im Vorteil - McCain liegt klar vorn

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Hillary Clinton vor Anhängern in New York

Super Tuesday ist vorüber – Hillary strahlt, Barack feiert, John freut sich, Mitt gibt sich kämpferisch und Mike macht weiter. Entschieden ist noch (fast) nichts. Klar ist jedoch: Auch wenn Hillary Clinton im bevölkerungsreichen Kalifornien siegte, kämpft sie weiterhin Kopf an Kopf gegen Barack Obama. John McCain hingegen ist bei den Republikanern klar vorne.

Bei den Demokraten geht das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Hillary Clinton und Barack Obama in die nächsten Runden. Mit Vorteilen für die Ex-First-Lady, die nach den ersten Ergebnissen vor allem in Kalifornien, dem bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat, ihren Konkurrenten auf Distanz halten konnte. Clinton verbuchte zwar nur Siege in acht Staaten. Weil aber auch die bevölkerungsreichen Staaten New York und Kalifornien dazu gehören, liegt sie bei der Anzahl der Delegierten für den Nominierungsparteitag im August weiterhin in Führung: In der Summe häufte sie nach vorläufigen Berechnungen 845 von 2025 benötigten Delegiertenstimmen an. Das sind nur 80 mehr an als ihr Kontrahent. 

Wie schon in New Hampshire belehrte sie die Demoskopen eines besseren, denn die hatten im bevölkerungsreichsten Bundesstaat Kalifornien Obama uneinholbar vorne gesehen. „Zusammen werden wir Amerika zurückerobern“, rief Clinton begeisterten Anhängern in New York zu.

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Doch auch Barack Obama  behält seinen Schwung. Er gewann die Vorwahlen und Wählerversammlungen in 13 US-Staaten. Gemessen an der Zahl der gewonnenen Bundesstaaten hat er Clinton sogar überflügeln können. Doch darunter sind viele kleinere Staaten mit weniger Delegierten. (Details zum Wahlverlauf bei den Demokraten).

Clinton vermied Kritik an Obama

Hillary Clinton richtete schon den Blick auf den 4. November, wenn die Amerikaner über die Nachfolge von Präsident George W. Bush entscheiden: „Nach sieben Jahren eines Präsidenten, der nur auf seine besonderen Interessen geachtet hat, seid ihr bereit für einen Präsidenten, der eure Stimme, eure Werte und eure Träume in euer Weißes Haus bringt“, sagte die Senatorin.

Sie vermied jede Kritik an Obama, dem sie zu seinen Erfolgen gratulierte. Obama sagte in Chicago: „Wir können das schaffen! Wir sind die Hoffnung für die Zukunft.“ Obama, der der erste US-Präsident mit dunkler Hautfarbe werden möchte, gelang es laut Umfragen auch in Wählerkreise vorzudringen, in denen bislang seine Rivalin deutlich bevorzugt war. Das sind vor allem die weißen Wähler und die Frauen.

McCain klarer Gewinner bei den Republikanern

Bei den Republikanern sieht es klarer aus. Hier gewann der 71-jährige John McCain in mindestens neun Staaten, darunter in New York und Kalifornien. An der Ostküste profitierte der Vietnamkriegsveteran von der Wahlempfehlung des ehemaligen New Yorker Bürgermeisters Rudolph Giuliani. „Wir haben einige der größten Staaten im Land gewonnen“, sagte McCain vor jubelnden Anhänger in Phoenix, Arizona.

Er gehe nun als Spitzenreiter in die verbleibenden Entscheidungen, nachdem er lange Zeit als Außenseiter gehandelt worden sei. „Das stört mich nicht im geringsten“, fügte McCain hinzu. McCain verbuchte auf seinem Konto nach ersten Berechnungen 613 Delegierte. Romney kam auf nicht einmal die Hälfte. Klar abgeschlagen blieb Huckabee mit 190 Delegierten.

Romney siegte in sechs Staaten, darunter auch in seinem Heimatstaat Massachusetts, wo er bis Anfang vergangenen Jahres Gouverneur war. Rund 90 Prozent der Stimmen erhielt der bekennende Mormone in dem von dieser Religionsgemeinschaft geprägten Staat Utah.

Demokraten vor schwieriger Entscheidung

McCain kam vor allem zugute, dass er vergangene Nacht einige der Staaten gewinnen konnte, in denen der Sieger gleich alle Delegiertenstimmen kassiert und die Verlierer leer ausgehen, egal wie knapp der Abstand gewesen ist.

Doch weder Romney noch Huckabee, die sich möglicherweise gegenseitig die Stimmen der Konservativen wegnehmen, haben bisher ihren Rückzug angekündigt. Es bleibt ein Dreikampf mit McCain als Frontrunner, auch wenn  der Senator von Arizona  bei der ultra-konservativen religiösen Fraktion der Republikaner fast verhasst ist (Details zum Wahlverlauf bei den Republikanern).

Sollte McCain auf Seiten der Republikaner nominiert werden, stehen die Demokraten vor einer schwierigen Entscheidung: Schicken sie die bei vielen Amerikanern immer noch unbeliebte, aber politik-erfahrene Clinton ins Rennen - oder den charismatischen jungen Newcomer, der es offenbar geschafft hat, völlig neue Wählerschichten zu mobilisieren. Vor allem junge Amerikaner sehen in ihm einen neuen John F. Kennedy.

Viele Experten räumen Obama bei einem Duell mit McCain die besseren Chancen ein. Anders als bei den beiden vergangenen Präsidentschaftswahlen, als das Land gespalten war, als sich die beiden Parteien in vielen Fragen völlig unversöhnlich gegenüber standen und letztendlich die religiöse Rechte das Rennen entschied, wird es bei der kommenden Wahl einen Kampf um die Mitte geben.

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