US-Vorwahlkampf: Showdown in South Carolina

US-Vorwahlkampf: Showdown in South Carolina

von Tim Rahmann

Die Vorwahl im konservativen Süden ist richtungweisend. Ausgerechnet jetzt schwächelt Mitt Romney.

Mitt Romney sah sich schon an Ziel: „Wir werden das Weiße Haus verändern und Amerika wieder auf die Beine stellen“, rief er seinen Anhängern am Abend des 3. Januars zu. Um Haaresbreite hatte der 64-Jährige zuvor die erste Vorwahl der Republikaner in Iowa gewonnen, Romney sah sich fortan als Favorit: sowohl im Duell der republikanischen Präsidentschaftsbewerber, als auch beim anschließenden Kampf um das Weiße Haus gegen Amtsinhaber Barack Obama.

Doch der Wind hat sich in dieser Woche gedreht, für Romney wird es stürmisch. Nach der endgültigen Auszählung der Stimmen von Iowa steht fest, nicht der Ex-Gouverneur von Massachusetts, sondern der Konservative Rick Santorum konnte die meisten Wähler auf seine Seite ziehen. Doch damit nicht genug der schlechten Nachrichten: Rick Perry zog seine Kandidatur zurück, um Mitbewerber und Romney-Konkurrent Newt Gingrich zu unterstützen.

Anzeige

Die Wege von Mitt Romney

  • 12. März 1947

    Willard Mitt Romney wird in Detroit als jüngstes von vier Kindern einer ehemaligen Schauspielerin und eines Konzernmanagers geboren. Der Vater wird in den sechziger Jahren Gouverneur von Michigan

  • 1969

    Der gläubige Mormone heiratet Ann Davis, das Paar zieht fünf Söhne groß

  • 1975

    Romney startet seine Karriere als Unternehmensberater und Firmensanierer

  • 1994

    Erster, erfolgloser Versuch, Gouverneur in Massachusetts zu werden

  • 1999

    Der Multimillionär übernimmt den Vorsitz des skandalgeschüttelten Organisationskomitees der Winterspiele von Salt Lake City, die Spiele werden ein Erfolg

  • 2003–2007

    Gouverneur von Massachusetts

  • Februar 2007

    Romney unterliegt im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur dem Republikaner John McCain

  • April 2011

    Romney kündigt an, sich erneut um die Präsidentschaftskandidatur in seiner Partei zu bewerben

Der liegt in den letzten Umfragen in South Carolina nun auch mit sechs Prozentpunkten Vorsprung an der Spitze. „Die Wahl ist richtungweisend für den weiteren US-Vorwahlkampf“, sagt Andreas Falke, Direktor des Deutsch-Amerikanischen Instituts und Professor der Politikwissenschaften an der Universität Erlangen. „Gewinnt Romney, hat er alle Zweifel weggewischt. Dann ist die Botschaft: Er ist auch im konservativen Süden wählbar.“

Doch auch für Newt Gingrich, dem ehemaligen Sprecher des US-Repräsentantenhauses, ist die Wahl in South Carolina von immenser Bedeutung. „Nur mit einem Sieg kann er seine Ambitionen unterstreichen“, sagt Michael Thunert, Dozent und Politikwissenschaftler am Center for American Studies der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. „Gingrich ist in Georgia politisch groß geworden. Wenn er nicht im Nachbarstaat South Carolina gewinnt, dann ist das ein entscheidender Rückschlag für seine Kampagne.“

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%