US-Wahl: Trump sieht Betrugsgefahr bei Wahl im November

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US-Wahl: Trump sieht Betrugsgefahr bei Wahl im November

Gewählt wird in den USA erst in drei Monaten, doch Donald Trump warnt schon vor Manipulationen. Seine Gegnerin Clinton hat in Multimilliardär Warren Buffett einen prominenten Unterstützer gefunden.

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump befürchtet nach eigenen Angaben Manipulationen bei der Wahl im November. Er höre immer häufiger, dass der Urnengang möglicherweise nicht fair ablaufen werde, sagte er am Montag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Columbus im US-Staat Ohio. Trump ging jedoch nicht ins Detail und lieferte keine Beweise für seine Aussage.

Beobachter halten die Äußerungen für einen möglichen Versuch, eine Rechtfertigung für den Fall einer Niederlage bei der Wahl vorzubereiten. Bereits im Kampf um die Nominierung als Präsidentschaftskandidat hatte Trump wiederholt Manipulationsvorwürfe erhoben. Im Bemühen, Anhänger des unterlegenen demokratischen Bewerbers Bernie Sanders auf seine Seite zu ziehen, hatte Trump auch den Demokraten Betrug beim Auswahlprozess unterstellt.

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Auf einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania kommentierte der Republikaner Sanders' Unterstützung für die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton mit den Worten: „Er ist einen Pakt mit dem Teufel eingegangen. Sie ist der Teufel“, sagte Trump. Der 70-Jährige hatte in den vergangenen Tagen bereits häufiger von einem Teufelspakt bei den Demokraten gesprochen. Er hatte aber bislang davon abgesehen, Clinton direkt mit Luzifer gleichzusetzen.

Die Marke Donald Trump

  • Geschäftsmann

    Als Baulöwe, Casinobetreiber, Golfclubbesitzer und Ausrichter von Schönheitswettbewerben hat der New Yorker ein Vermögen von zehn Milliarden Dollar angehäuft – nach eigenen Angaben.

  • TV-Star

    Trumps Satz „You’re fired“, mit dem er in der Show „The Apprentice“ ehrgeizige Jungunternehmer feuerte, wurde zum geflügelten Wort.

  • Politiker

    Trump spendete auch an Demokraten wie die Clintons, tritt nun aber für die Republikaner an.

Der Multimilliardär und Clinton-Unterstützer Warren Buffett will in seinem Heimatstaat Nebraska für eine höhere Wahlbeteiligung sorgen. An der Seite der Präsidentschaftskandidatin der Demokraten kündigte der 85-Jährige am Montag auf einer Wahlkampfveranstaltung an, Stimmberechtigte mit Mobilitätsproblemen in einem Wahlbezirk per Shuttle-Dienst zur Wahlurne zu bringen.

Er habe für den 8. November einen Wagen mit 32 Sitzen reserviert, um die höchste Wahlbeteiligung aller Bezirke der gesamten USA zu erreichen. „Lasst uns Amerika eine Lektion in Staatsbürgerkunde geben“, sagte Buffett.

Nebraska ist einer von zwei US-Staaten, der einige seiner Wahlmänner entsprechend der Resultate innerhalb von Wahlbezirken verteilt. Während der US-Staat insgesamt traditionell mehrheitlich für die Republikaner stimmt, gewann Barack Obama 2008 in dem liberaleren, von Clinton am Montag besuchten Wahlbezirk um die Stadt Omaha einen Wahlmann. Die Grenzen zwischen den Wahlbezirken sind seitdem verschoben worden, um den Bezirk weniger demokratisch zu machen.

Das nach seinem Geburtsort benannte „Orakel von Omaha“ ließ seiner Kritik gegen Trump im Laufe der Veranstaltung vor Tausenden Zuschauern freien Lauf. Zu dem Streit um Trumps Kritik an den Eltern eines 2004 im Irak gefallenen US-Soldaten sagte Buffett, die Kommentare des Präsidentschaftskandidaten seien der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringe. Trumps Familie habe niemals solche Opfer gebracht wie die Familie des Hauptmannes Humayun Khan.

Buffett warf Trump außerdem vor, Angst vor der Veröffentlichung seiner Steuererklärungen zu haben. Der Republikaner breche mit jahrzehntelangen Wahlkampftraditionen, indem er Dokumente geheim halte, die viel über sein Spendenverhalten und Vermögen verraten können, kritisierte er. Trump hat erklärt, er werde die Erklärungen der Öffentlichkeit zugänglich machen, nachdem die US-Steuerbehörde IRS ihre Prüfung der Dokumente abgeschlossen hat. Buffett legte dagegen die Vermutung nahe, der wahre Grund für Trumps Zurückhaltung bei der Veröffentlichung sei Angst. „Du hast nur Angst, wenn du vor etwas Angst haben musst“, sagte er.

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