Donald Trump: Mit Populismus pur auf dem Weg ins Weiße Haus

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Donald Trump: Mit Populismus pur auf dem Weg ins Weiße Haus

von Tim Rahmann und Andreas Menn

Der streitbare Milliardär Donald Trump gewinnt eine Vorwahl nach der nächsten. Sein Erfolgsgeheimnis: plätten, pöbeln, prahlen. Eine exklusive Sprachanalyse zeigt die Masche hinter Trumps erfolgreichen Auftritten.

Spannend wäre es auf jeden Fall, ein Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump. Frau gegen Mann, Politikerin gegen Unternehmer, Diplomatin gegen Provokateur.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Clinton für die Demokraten und Trump für die Republikaner im November um den Einzug ins Weiße Haus kämpfen werden, ist vergangene Nacht weiter gestiegen. Beide Präsidentschaftskandidaten haben mindestens vier Staaten für sich entschieden, Hillary Clinton wahrscheinlich sogar alle fünf.

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Clinton fuhr wichtige Siege sicher in Florida, North Carolina, Illinois und Ohio ein. Das sichert ihr eine große Zahl weiterer Delegierter auf dem Weg zur Präsidentschaftskandidatur. Trump siegte für die Republikaner in Florida, Illinois und North Carolina. Missouri steht noch auf der Kippe: Sowohl bei den Demokraten wie bei den Republikanern kürte dort nur der Sender NBC Hillary Clinton und Donald Trump zum Sieger, alle anderen US-Medien sagten in der Nacht zum Mittwoch „too close to call“, es reicht noch nicht für ein Ergebnis.

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Wie gelingt ihm Wahlsieg über Wahlsieg? Welche Rhetorik macht Trump zum Liebling der Massen? Und wie schneidet dagegen Hillary Clinton ab, Trumps gefährlichste Kontrahentin aus dem Lager der Demokraten?

Die WirtschaftsWoche geht dem Phänomen Trump auf die Spur - mit modernster Datenanalyse: Eine Software des US-Unternehmens Quantified Communications zerlegt gesprochene und geschriebene Sprache in ihre Einzelteile, stellt mittels künstlicher Intelligenz Zusammenhänge her und misst etwa, wie glaubwürdig und authentisch, wie klar und überzeugend sie ist.

Grafik Worte mit Wirkung

Wie die Wahlkampfreden von Trump und Clinton in der Sprachanalyse abschneiden.

Grafik: Worte mit Wirkung

Dazu haben die Texaner tausende Texte in ihr System geladen, Testpersonen zur Wirkung von politischen Reden befragt und neueste Erkenntnisse der Psycholinguistik integriert.

Für den Vergleich Trump gegen Clinton speisten die Sprachsezierer je fünf Texte der beiden Spitzenpolitiker in ihre Software, von den Antrittsreden vergangenen Sommer bis zu den Sieges-Ansprachen nach den Vorwahlen am vergangenen Dienstag. Die Software spürte Schlüsselwörter auf, maß die Länge der Sätze, identifizierte Sprechmuster. Am Ende spuckte sie Werte für acht Redeeigenschaften aus. 50 Punkte sind Durchschnitt, 100 sind Top.

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