Jeb Bush gibt auf : „Präsidentschaft größer als jeder Kandidat“

Jeb Bush gibt auf : „Präsidentschaft größer als jeder Kandidat“

Der glücklose Bewerber Jeb Bush wirft im republikanischen Rennen um die US-Präsidentschaft das Handtuch - und beendet seinen Wahlkampf mit sofortiger Wirkung.

Nach seinem Erfolg in New Hampshire hat Präsidentschaftsbewerber Donald Trump auch die republikanische Vorwahl in South Carolina gewonnen. Hillary Clinton gelang bei den Demokraten weiter westlich in Nevada am Samstag ebenfalls ihr zweiter Vorwahlsieg. Jeb Bush, einst als Favorit auf die Kandidatur der Republikaner gehandelt, gab nach einem erneut enttäuschenden Abschneiden seinen Rückzug aus dem US-Präsidentschaftsrennen bekannt.

Die Siege bringen Clinton und Trump in eine starke Position, ehe am 1. März der sogenannte Super Tuesday ansteht. Dann werden in mehreren Staaten insgesamt Hunderte weitere Delegiertenstimmen vergeben. Trump sagte auf seiner Wahlparty in der Stadt Spartanburg, es sei nicht einfach, sich dem Rennen um die US-Präsidentschaft zu stellen. „Es ist hart, es ist böse, es ist gemein, es ist grausam.

Hillary Clinton

  • Lebenslauf

    Hillary Clinton ist die Ehefrau des ehemaligen Präsidenten Bill Clinton und war während dessen Amtszeit in den 1990er Jahren die First Lady der USA. In dieser Zeit kümmerte sie sich um die Gesundheitsreform der Regierung, die aber letztlich scheiterte. Sie durchlitt während dieser Zeit die Affäre ihres Mannes mit der Praktikantin Monica Lewinsky und das deshalb eingeleitete Amtsenthebungsverfahren. Im Jahr 2000 errang sie einen Senatssitz für New York. 2008 bewarb sie sich schon einmal um die Präsidentschaftsnominierung der Demokraten, unterlag aber dem heutigen Präsidenten Barack Obama in den Vorwahlen. 2009 bis 2013 war sie unter Obama US-Außenministerin.

    Quelle: AP

Es ist schön - wenn du gewinnst, ist es schön“, sagte der 69-Jährige. Er lag mit rund 32,5 Prozent der Stimmen vorne, während sich Marco Rubio und Ted Cruz mit jeweils etwas mehr als 22 Prozent ein enges Rennen um den zweiten Platz lieferten. Rubio lag nach nicht offiziellen Resultaten am Ende knapp vorn. Bush kam abgeschlagen mit weniger als acht Prozent auf Rang vier. Clinton erzielte in Nevada rund fünf Prozentpunkte mehr Stimmen als ihr Rivale Bernie Sanders. Der Erfolg mindert zuletzt gestiegene Sorgen ihrer Anhänger, Sanders könne immer stärker werden. Der Senator von Vermont hat sich im Wahlkampf von einem Außenseiter zu einer ernsthaften Bedrohung für die demokratische Topfavoritin entwickelt.

Trumps starkes Abschneiden in South Carolina markiert seinen zweiten Sieg in Folge, nachdem er vor zwei Wochen bereits die Primaries in New Hampshire gewonnen hatte. Cruz hatte zuvor beim Auftakt in Iowa gesiegt. Kein Republikaner hat in der jüngeren Vergangenheit sowohl New Hampshire als auch South Carolina gewonnen, ohne am Ende nicht auch zum Nominierten der Partei gekürt zu werden.

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Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg: 1237 Delegiertenstimmen muss ein Republikaner hinter sich vereinen, um nominiert zu werden. Trump liegt nun bei mindestens 61, während Cruz auf elf und Rubio auf zehn kommen. Während Cruz darauf hinwies, dass er der einzige sei, der Trump bislang bei einer Vorwahl geschlagen habe, erklärte Rubio die republikanischen Vorwahlen nach dem Rückzug von Bush zum Dreikampf. Der glücklose Bruder und Sohn früherer US-Präsidenten hatte einiges daran gesetzt, in South Carolina ein Zeichen zu setzen. Das misslang gründlich. Sichtlich berührt erklärte Bush so noch am Abend das Ende seines Wahlkampfes.

"Ich bin stolz auf die Kampagne, die wir geführt haben, um unser Land zu vereinigen und für konservative Lösungen einzustehen“, sagte er in der Stadt Columbia. „Die Präsidentschaft ist größer als jede Person. Sie ist sicherlich größer als jeder Kandidat.“ Er glaube, dass das amerikanische Volk jemanden zum nächsten Präsidenten wählen sollte, der das Amt als Diener, nicht als Meister verstehe.

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Bei den Demokraten hat Clinton trotz der relativ knappen Vorwahlen dank der sogenannten Superdelegierten einen deutlichen Vorsprung. Das sind jene ranghohen Demokraten, die beim Nominierungsparteitag im Juli ihre Stimmen für einen der Bewerber unabhängig vom Ergebnis der Vorwahlen abgeben können. Insgesamt kommt die frühere US-Außenministerin so auf 503, Sanders auf 70 Delegierte. 2382 benötigen sie, um die Nominierung zu gewinnen.

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