Hillary Clintons gute Umfragewerte sorgen Dax-Kurssprung

US-Wahl: Neuer Rückenwind für Clinton treibt den Dax an

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Clintons gute Umfragewerte sorgen für einen Kursgewinn des Dax.

Hillary Clintons Vorsprung in aktuellen Umfragen sorgt für eine Erleichterung am deutschen Aktienmarkt. Dennoch schätzen Marktbeobachter die Lage weiterhin als sehr unsicher ein.

Neuer Rückenwind für Hillary Clinton kurz vor der US-Präsidentschaftswahl hat am deutschen Aktienmarkt am Montag für deutliche Erleichterung gesorgt. Der Dax stieg mit dem Handelsschluss am Montag auf sein Tageshoch bei 10 456,95 Punkten und verzeichnete damit ein Plus von 1,93 Prozent. Damit erholte sich der Leitindex etwas von seinem rund vierprozentigen Verlust der vergangenen Woche.

Der MDax gewann 1,22 Prozent auf 20 677,21 Punkte, und der Technologiewerte-Index TecDax legte um 1,84 Prozent auf 1722,49 Punkte zu. In den USA ergaben die Prüfungen der neu entdeckten E-Mails von Hillary Clinton laut dem FBI keine Hinweise auf ein kriminelles Verhalten der demokratischen Präsidentschaftskandidatin. Die neuerlichen Untersuchungen hatten Clinton zuletzt leichte Einbußen in den Umfragen beschert und den als unberechenbar geltenden republikanischen Kontrahenten Donald Trump besser dastehen lassen.

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Die aktuellen Kursentwicklungen am Aktienmarkt, so ein Marktbeobachter, schienen aber „recht emotional geprägt“ zu sein. Die Unsicherheit über eine Nachhaltigkeit der Kursgewinne sei daher recht hoch. Der US-Wahlausgang sei zudem weiter völlig offen, kommentierte Jochen Stanzl von CMC Markets. „Und spätestens seit der Brexit-Abstimmung wissen die Anleger, dass Umfragen nicht das Papier wert sind, auf dem sie veröffentlicht werden.“

us-wahlEinen Tag vor der US-Wahl Clinton liegt in Umfragen vor Trump

Einen Tag vor der Wahl liegt Hillary Clinton in mehreren Umfragen vor ihrem Rivalen Donald Trump. In Erhebungen der Sender Fox News, ABC und CBS sowie der Washington Post schnitt sie jeweils vier Punkte besser ab.

Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton liegt in Umfragen einen Tag vor der Wahl vor Trump. Quelle: AP

Der Bankensektor legte kräftig zu, was vor allem an starken Quartalszahlen der britischen Bank HSBC und der Hoffnung auf bald steigende Zinsen in den USA lag. Für den Fall eines Wahlsieges von Hillary Clinton rechnen die meisten Marktteilnehmer mit einer Leitzinsanhebung der US-Notenbank Fed im Dezember. An der Dax-Spitze legten die Papiere der Commerzbank um 5,21 Prozent zu. Gleich dahinter folgten mit plus 5,19 Prozent die Anteile der Deutschen Bank.

Vorwürfe gegen die Volkswagen-Tochter Audi sorgten dafür, dass die Vorzugsaktien von Volkswagen als einer der schwächsten Dax-Werte lediglich um 0,55 Prozent vorankamen. Einem Medienbericht zufolge ist Audi wohl stärker als bislang bekannt in den Abgasskandal verstrickt. Einziger Dax-Wert im Minus waren die als defensiver geltenden Papiere des Kosmetik-Unternehmens Beiersdorf. Sie verloren 0,42 Prozent.

Hillary Clinton im Portrait

  • Beruf

    Rechtsanwältin

  • Geburtstag und Alter

    26. Oktober 1947, 69 Jahre alt

  • Sternzeichen

    Skorpion

  • Geboren in

    Chicago

  • Größe

    1,67 Meter

  • Familienstand und Kinder

    Verheiratet mit Ex-US-Präsident Bill Clinton, mit dem sie Tochter Chelsea hat.

  • Motto

    „Stronger Together“

Im TecDax-Spitzenfeld gewannen die Aktien des Karrierenetzwerk-Betreibers Xing nach Quartalszahlen 4,90 Prozent. Ansonsten bewegten vor allem Umstufungen: So sackten am MDax-Ende die Titel des Internet-Modehändlers Zalando nach einer Verkaufsempfehlung der UBS um 3,80 Prozent ab.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 1,85 Prozent auf 3009,28 Punkte. Deutlich aufwärts ging es auch für den Cac 40 in Paris und den FTSE 100 in London. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand zum europäischen Handelsschluss 1,7 Prozent höher.
Am Rentenmarkt stagnierte die Umlaufrendite bei minus 0,02 Prozent auf ihrem Stand vom Freitag. Der Rentenindex Rex sank um 0,01 Prozent auf 142,66 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,07 Prozent auf 162,25 Punkte. Der Euro geriet unter Druck und wurde zuletzt mit 1,1037 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1062 (Freitag: 1,1093) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9040 (0,9015) Euro gekostet.

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