US-Wahlkampf: Trump macht Korruptionsvorwürfe gegen Clintons

US-Wahlkampf: Trump macht Korruptionsvorwürfe gegen Clintons

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Donald Trump.

Enthüllungen der Plattform Wikileaks bergen neuen Zündstoff für den US-Wahlkampf. Donald Trump wirft Gegnerin Hillary Clinton und ihrem Mann Bill korrupte Machenschaften vor.

Nach neuen Wikileaks-Enthüllungen hat Donald Trump seiner Gegnerin Hillary Clinton und ihrem Mann Bill korrupte Machenschaften im Zusammenhang mit ihrer gemeinnützigen Stiftung vorgeworfen. „Wenn die Clintons bereit waren, mit ihrem Unternehmen Schindluder zu treiben, als sie nicht im Weißen Haus waren, stellt euch nur einmal vor, was sie im Oval Office tun werden“, sagte der US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner am Donnerstag (Ortszeit) bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Ohio.

Trump bezog sich auf ein Email-Memorandum von Bill Clintons damaligem Berater Douglas Band aus dem Jahr 2011, wonach der ehemalige US-Präsident Zahlungen und teure Geschenke von Spendern der Stiftung erhalten habe, einschließlich mehrere Millionen Dollar für Reden und Beratertätigkeiten. „Herr Band nannte die Vereinbarungen „unorthodox“. Wir anderen nennen sie gänzlich korrupt“, sagte Trump.

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us-wahlWiWo-Club-Diskussion in New York Clinton gewinnt – und dann?

Umfragen deuten einen Wahlsieg Hillary Clintons an. Bei einer Podiumsdiskussion von WirtschaftsWoche und Alfred Herrhausen Gesellschaft in New York diskutierten Experten, was Clinton erreichen kann - und was nicht.

Robert Zoellick, Karen Donfried, Miriam Meckel, Gregor Peter Schmitz auf dem Podium in New York (von links)

Hillary Clintons Wahlteam sagte dazu nach Angaben des Senders CBS, die Finanzbeziehungen seien nicht neu und in ihrer offengelegten Steuererklärung nachzulesen. Die betreffenden Emails waren im Laufe dieses Monats von der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlich worden.

Erstmals gemeinsamer Wahlauftritt von Clinton und Michelle Obama

Clinton und Trump kämpfen derweil um jede Stimme - auch mit prominenter Unterstützung. Zum ersten Mal im US-Präsidentschaftswahlkampf sind nun Clinton und First Lady Michelle Obama gemeinsam bei einer Veranstaltung aufgetreten. Vor etwa 11.000 Anhängern in North Carolina wandte sich die Kandidatin der Demokraten am Donnerstag insbesondere an Frauen und junge Leute und forderte diese auf, am 8. November ihre Stimmen abzugeben. "Ich wünschte, ich müsste das nicht sagen, aber die Würde der Frauen und der Respekt ihnen gegenüber stehen bei dieser Wahl auch auf dem Stimmzettel", sagte Clinton in Anspielung auf Sexismus-Vorwürfe gegen ihren Rivalen Donald Trump von den Republikanern.

Die Zukunft der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen

Michelle Obama hatte 2008 während des erbittert geführten Vorwahlkampfs zwischen ihrem Ehemann Barack Obama und Clinton die ehemalige Senatorin scharf kritisiert. Am Donnerstag nannte die 52-Jährige dagegen die 17 Jahre ältere Clinton "mein Mädchen" und erklärte, sie seien Freundinnen. Umgekehrt lobte Clinton Obamas Einsatz für die Rechte von Frauen in aller Welt.

Clintons Wahlkampfteam hat Obama bislang insbesondere dort eingesetzt, wo diese junge und schwarze Amerikaner ansprechen konnte. Großen Widerhall in den Medien fand eine Rede der in Harvard ausgebildeten Juristin Mitte Oktober nach der Veröffentlichung eines Videos, auf dem zu hören ist, wie Trump sich vulgär über Frauen äußert. Umfragen zufolge liegt der Geschäftsmann hinter Clinton, nicht zuletzt weil die ehemalige Außenministerin bei Frauen deutlich beliebter ist. Die Obamas und ihr Umfeld haben wiederholt Spekulationen über eine eigene politische Karriere von Michelle zurückgewiesen.

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