US-Wahlkampf: Ghazala Khan legt gegen Trump nach

US-Wahlkampf: Ghazala Khan legt gegen Trump nach

, aktualisiert 01. August 2016, 14:23 Uhr
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Beim Parteitag der Demokraten hatte Ghazala Khan noch ihrem Mann das Wort überlassen, jetzt meldete sie sich über einen Gastbeitrag in der Washington Post zu Wort.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Angriffe von Donald Trump gegen die Eltern eines gefallenen muslimischen US-Soldaten traten eine Welle der Empörung los. Jetzt währte sich die Mutter des US-Soldaten in der Washington Post.

Washington Ghazala Khan, die Mutter eines im Irak getöteten muslimischen US-Soldaten, äußert sich in einem Gastbeitrag in der „Washington Post“ zu den Aussagen von Donald Trump. Die zentralen Passagen im Wortlaut:

„Donald Trump hat gefragt, warum ich auf dem Nominierungsparteitag der Demokraten nicht gesprochen habe. Er hat gesagt, er würde gerne von mir hören. Hier ist meine Antwort an Donald Trump: Indem ich kein Wort gesagt habe, hat die ganze Welt, ganz Amerika, meinen Schmerz gefühlt. ... Wer auch immer mich gesehen hat, hat mich im Herzen gespürt.

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...Humayun ist mein mittlerer Sohn, und den anderen geht es sehr gut, aber ich spüre jeden Tag den Schmerz dieses Verlustes. Es ist 12 Jahre her, aber Sie wissen, dass Herzen voller Schmerz niemals heilen, solange wir leben. Nur darüber zu reden, ist für mich immer schwierig. Jeden Tag, wann immer ich bete, muss ich für ihn beten, und ich weine. Der Platz, der nun leer ist, wird für immer leer bleiben.

Ich kann keinen Raum betreten, in dem Bilder von Humayun sind. In all diesen Jahren konnte ich den Schrank, in dem seine Sachen sind, nicht aufräumen. Ich musste meine Schwiegertochter darum bitten. Als ich die Parteitags-Bühne betrat, mit einem riesigen Foto meines Sohnes hinter mir, konnte ich mich kaum beherrschen. Welche Mutter könnte das? Donald Trump hat Kinder, die er liebt. Muss er sich wirklich fragen, warum ich nicht gesprochen habe?

Donald Trump hat gesagt, dass ich vielleicht nichts sagen durfte. Das ist nicht wahr. Mein Mann hat mich gefragt, ob ich sprechen möchte, aber ich habe ihm gesagt, ich könne nicht. Meine Religion lehrt mich, dass alle Menschen in den Augen Gottes gleich sind. Mann und Frau sind Teil voneinander, man soll sich lieben und respektieren, damit man für die Familie sorgen kann.

Wenn Donald Trump über den Islam spricht, hat er keine Ahnung. Wenn er sich mit dem wirklichen Islam und dem Koran beschäftigt hätte, dann würden sich all seine Vorstellungen, die er von Terroristen hat, ändern. Denn Terrorismus ist eine andere Religion.

Donald Trump hat gesagt, er hat eine Menge Opfer gebracht. Er weiß nicht, was das Wort Opfer bedeutet.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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