US-Wahlkampf: In zwei Stufen zum Sieg

US-Wahlkampf: In zwei Stufen zum Sieg

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Präsident Barack Obama spricht bei einer Spendenveranstaltung

Der Kampf um die US-Präsidentschaft ist kostspielig, episch und schmutzig. Der Republikaner Herman Cain muss sich gegen Belästigungsvorwürfe wehren. Dennoch liegt er im Rennen um die Spitzenkadidatur weiter vorne und bringt sich gegen Präsident Barack Obama in Stellung.

In anderen Ländern würde ein Amtsinhaber, dessen Zustimmungsrate ein Jahr vor dem nächsten Wahltermin auf weniger als 40 Prozent gefallen ist, wohl in Panik verfallen. Amerika aber ist anders. Ein einzigartiges Wahlsystem und die finanzielle Schlagkraft von Barack Obama bringen es mit sich, dass der Präsident von der Zunft der Politbeobachter noch nicht abgeschrieben wird – auch wenn Obama sich angesichts konstant schlechter Meinungsumfragen jüngst zum „Außenseiter“ ausgerufen hat.

Die USA kennen ein zweistufiges Auswahlverfahren, das zwar für einen spannenden und unterhaltsamen Präsidentschaftswahlkampf sorgt, aber auch viel Geld und Geduld erfordert. In einem ersten Schritt müssen die Parteien ihre Kandidaten bestimmen. Da Obama trotz einer murrenden Basis nicht mit einem ernsthaften demokratischen Herausforderer rechnen muss, richtet sich die Aufmerksamkeit der Medien derzeit fast exklusiv auf die Republikaner, die bereits mitten im Vorwahlkampf stecken.

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Kandidaten brauchen Durchhaltevermögen

Politbeobachter prognostizieren ein hartes Ringen der zehn Kandidaten, in dem die beiden Parteiflügel heftig aufeinander prallen werden. Mit einer schnellen Entscheidung in den Vorwahlen, in denen die Parteitagsdelegierten bestimmt werden, sei deshalb nicht zu rechnen. Der letzte Urnengang ist auf den 26. Juni angesetzt. Dann geht es Schlag auf Schlag weiter, mit den Nominierungsparteitagen im Spätsommer und der heißen Phase des Wahlkampfes bis zum eigentlichen Urnengang am 6. November 2012. Obama hat es da einfacher, er kann sich bereits jetzt auf das Geldsammeln konzentrieren, und auf die Verfeinerung seines Wahlkampfskripts.

Erschwerend für die Republikaner kommt hinzu: Noch vor kurzem herrschte Unklarheit über den Wahlkalender. Schuld daran hatten vorwitzige Staaten wie Nevada im Westen und Florida im Süden, die eine Direktive des nationalen Parteivorstands ignoriert und ihre Vorwahlen auf den Januar angesetzt hatten. Dadurch fühlen sich die beiden Staaten angegriffen, die seit den Siebzigerjahren die Vorwahlsaison eröffnen: Iowa im Herzland der USA und New Hampshire im Nordosten.

Beide Staaten beanspruchen für sich das Vorrecht, im Feld der Präsidentschaftskandidaten die Spreu vom Weizen zu trennen – nicht wenige Politiker verlegen deshalb ihren Wohnsitz ins unwirtliche Des Moines (Iowa) oder ins frostige Manchester (New Hampshire), um den direkten Kontakt mit den Wählerinnen und Wählern zu pflegen. Darunter leidet die Bevölkerung in anderen Bundesstaaten, die einen Mitt Romney oder einen Herman Cain nur am Bildschirm zu Gesicht bekommt.

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