USA: Investoren ziehen ihr Geld ab

USA: Investoren ziehen ihr Geld ab

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Dem Dow Jones stehen weitere Turbulenzen bevor

Für die USA wird es immer enger: Wenn die Schuldengrenze nicht angehoben wird, sind die USA ab August zahlungsunfähig. Schon ziehen ausländische Investoren ihr Geld ab. Dem Goldpreis tut es gut, trotzdem muss bald eine Lösung her.

So langsam wird es ernst für die Vereinigten Staaten: Wenn die Schuldenobergrenze nicht bald angehoben wird, sind die USA ab August pleite. Die Schulden haben die gesetzlich festgelegte Obergrenze von 14,3 Billionen Dollar nämlich bereits erreicht. Die Ratingagentur Moody's riet den USA bereits, die Schuldenobergrenze ganz abzuschaffen, um die Unsicherheit bei Investoren zu vermeiden. Die fangen nämlich schon an, ihr Geld aus den unsicher gewordenen Staaten abzuziehen.  Im Mai verbuchten die USA Kapitalabflüsse von mehr als 67,5 Milliarden Dollar, wie das US-Finanzministerium am Montag mitteilte. Ob die Anleger das dringend benötigte Geld aus den Staaten wegen der Ratingwarnung abziehen, ist nicht klar. Derzeit fließt das Geld in sicheres Gold, das bereits die 1600-Euro-Marke geknackt hat.

Investoren setzen lieber auf Gold

Bereits in der letzten Woche hatte die Agentur Moody's den USA damit gedroht, sie herunterzustufen. Die USA gehört zu den wenigen Staaten, in denen die Politik über die erlaubte Gesamtverschuldung abstimmen müsse, was immer wieder für Unruhe bei den Anlegern sorge, teilte die Agentur mit. Würde die Regierung die Schuldenobergrenze abschaffen, würde die Ratingagentur das Risiko eines Zahlungsausfalls geringer einschätzen, hieß es bei Moody's.

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Keine Einigung in Sicht?

Es ist also allerhöchste Zeit, dass sich Regierung und Republikaner auf eine Lösung des Schuldenproblems einigen. Ziel muss es sein, dass Demokraten und Republikaner den Kreditrahmen ihres Landes erhöhen - die USA sind eines der wenigen Länder, in denen Politiker über die maximale Gesamtverschuldung abstimmen müssen - und ein Sparprogramm verabschieden.

Zuvor hatte es bereits fünf "Defizitgipfel" gegeben - alle ohne Ergebnis. Präsident Barack Obama sagte in seiner Ansprache am Samstag sagte er, dass er zu einem Kompromiss bei den Sozialausgaben bereit wäre, wenn die Republikaner nur einlenken würden. Die Republikaner sind aber weiterhin gegen eine Reichensteuer, weil sie der Wirtschaft schaden würde. Es scheint, das Gezerre hält noch eine Weile an. Bis Ende der Woche müssen sich die zerstrittenen Parteien auf ein Gesetz einigen, das den Kreditrahmen des Landes erhöht, berichtete die "Washington Post". Jetzt geht es in die heiße Phase.

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