USA: Jobmarkt überrascht positiv

USA: Jobmarkt überrascht positiv

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In this June 23, 2010 photo, Frank Wallace, who has been unemployed since May of 2009, is seen during a rally organized by the Philadelphia Unemployment Project, in Philadelphia. Initial claims for jobless benefits fell by the largest amount in two months last week, but remain above levels consistent with healthy job growth. (AP Photo/Matt Rourke)

von Angela Hennersdorf

Es ist ein Lichtschimmer im Dunkel, wenn auch nur ein ganz, ganz schmaler. Im Juli sind insgesamt 117.000 neue Jobs in den USA geschaffen worden. Ein Ende der Zitterpartie an den Börsen ist dennoch nicht in Sicht.

Unerwartet positive Daten vom US-Arbeitsmarkt haben für Erleichterung an den globalen Finanzmärkten gesorgt.

Der Jobaufbau in den USA beschleunigte sich im Juli stärker als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft wurden insgesamt 117.000 neue Jobs geschaffen, teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag mit. Analysten hatten nur mit 85.000 gerechnet. Die Daten vom Arbeitsmarkt seien ermutigend, sagte Austan Goolsbee, der oberste Wirtschaftsberater von US-Präsident Barack Obama. Das Land habe aber noch immer einen weiten Weg vor sich.

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Finanzmärkte atmeten erleichtert auf

Der schwache Arbeitsmarkt ist derzeit die größte Bremse für ein stärkeres Wachstum Amerikas. Nach einer Faustregel sind monatlich etwa 300.000 neue Stellen nötig, um die Arbeitslosigkeit spürbar zu senken. In der Finanzkrise verdoppelte sich die Arbeitslosenquote auf rund zehn Prozent und sinkt auch im Aufschwung kaum. Im Juli fiel sie leicht auf 9,1 von 9,2 Prozent. Die Privatfirmen - vor allem Dienstleistungsfirmen  - stockten ihre Belegschaften um 154.000 Mitarbeiter auf. Allerdings trennte sich der Staat von 37.000 Angestellten, es war der neunte Rückgang in Folge.

Der Chef des weltgrößten Anleiheinvestors Pimco, Mohamed El-Erian, sprach von einem „Seufzer der Erleichterung“ an den Märkten nach Vorlage der Daten. Es seien „relativ gute“ Zahlen, aber keine großartigen, sagte er dem US-Wirtschaftssender CNBC. Es sei gut, dass die positiven Arbeitsmarktzahlen den Reigen der schlechten Nachrichten für die größte Volkswirtschaft unterbrochen hätten. Nun sei es aber wichtig, den Trend umzukehren, sagte der Experte.

Neue Konjunkturprogramme der US-Notenbank?

Die Angst vor dem Jobverlust hat die amerikanischen Konsumenten knauserig gemacht. Im zweiten Quartal erhöhten sie ihre Ausgaben fast nicht mehr. Dies fällt stark ins Gewicht, da die Verbraucher für gut zwei Drittel der Wirtschafskraft in den USA aufkommen.

Die gesamte US-Wirtschaft wuchs deshalb mit 1,3 Prozent aufs Jahr hochgerechnet deutlich weniger als erwartet. Zudem hatten Umfragen signalisiert, dass die Industrie deutlich schwächer ins zweite Halbjahr gestartet war.

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