USA-Russland: Deutsche Wirtschaft verspricht sich von Neuanfang große Chancen

USA-Russland: Deutsche Wirtschaft verspricht sich von Neuanfang große Chancen

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US-Präsident Barack Obama (rechts), der russische Präsident Dmitri Medwedew: Beziehung sollen auf eine neue Grundlage gestellt werden

US-Präsident Barack Obama will die Beziehungen zu Russland auf eine neue Grundlage stellen. Davon könnte der Westen auch ökonomisch profitieren.

Das symbolische Geschenk, mit dem US-Außenministerin Hillary Clinton im März ihren russischen Kollegen Sergej Lawrow überraschte, war gut gemeint: Lawrow erhielt ein gelbes Schaltpult mit rotem Reset-Button, darüber stand in fetten kyrillischen Lettern „Peresagruska“. Das ist Russisch und steht für „Neustart“ – glaubten die Amerikaner. Tatsächlich veränderte die Mittelsilbe „sa“ die Bedeutung des Wortes in „Überhitzung“. Was wiederum recht treffend die angespannten Beziehungen zwischen Moskau und Washington beschrieb.

Nach diesem Missgeschick dürfte US-Präsident Barack Obama seine Gastgeschenke diesmal penibel auswählen: An diesem Montag reist er zu einem dreitägigen Besuch nach Moskau, um die unter Amtsvorgänger George W. Bush tiefgefrorenen Beziehungen zwischen den Großmächten zu entkrampfen. Auch sein Gastgeber, der russische Präsident Dmitri Medwedew, erwartet einen Neubeginn der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen.

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Sicherheitspolitische Themen auf der Agenda

Auf der Agenda stehen vor allem sicherheitspolitische Themen: Es geht um die Rolle der Nato und ein neues Abrüstungsabkommen. Moskau will die US-Raketenabwehr in Tschechien und Polen wegverhandeln, die Amerikaner versuchen die Russen beim Thema Iran auf die Linie des Westens zu bringen. Tatsächlich aber ist Obamas Russland-Besuch mehr, auch für Europa: Gelingt es ihm, mit den Russen einen neuen gemeinsamen Nenner zu finden, könnte auch die festgefahrene EU-Russlandpolitik in Bewegung kommen.

Brüssel zählt inzwischen fast genauso viele diplomatische Baustellen wie die US-Administration – gerade im ökonomischen Bereich: Schweden etwa torpediert die russisch-deutsche Gaspipeline durch die Ostsee, die EU-Kommission findet kein Rezept gegen die ständigen Gastransit-Scharmützel zwischen Russland und der Ukraine, russische Zollerhöhungen lähmen den Handel. „Alle diese Themen müssten in eine gemeinsame europäische Russlandstrategie“, sagt Klaus Mangold, Vorsitzender des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft, „aber dieses Papier sehe ich nicht.“

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