USA und Russland: Trump und Lawrow zeigen sich nach Treffen optimistisch

USA und Russland: Trump und Lawrow zeigen sich nach Treffen optimistisch

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US-Präsident Donald Trump und Russlands Außenminister Sergej Lawrow bei ihrem Treffen im Weißen Haus. Foto: Russian Foreign Ministry/AP/dpa

Verhärtete Fronten? Davon scheinen die USA und Russland wieder abzurücken. Trump und der russische Außenminister beschreiben ihr Treffen in Washington als gut. Aber sie stellen sich nicht gemeinsam der Presse.

US-Präsident Donald Trump hat sich bei einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow dafür ausgesprochen, die Beziehung zwischen beiden Ländern wieder zu verbessern. Das teilte das Weiße Haus am Mittwoch im Anschluss an die Begegnung mit. Trump habe zugleich die Notwendigkeit unterstrichen, dass Russland im Syrien-Konflikt seinen Einfluss geltend machen solle und die Regierung von Baschar al-Assad sowie den Iran im Zaum halten müsse.

Der US-Präsident zeigte sich optimistisch, dass die Situation in Syrien verbessert werden könne. Es passierten Dinge, die sehr positiv seien, erklärte er vor Journalisten im Weißen Haus. Man sei sich darüber einig gewesen, dass das Blutvergießen in dem Bürgerkriegsland „so schnell wie möglich“ ein Ende haben müsse. Russland ist einer der engsten Verbündeten Assads.

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Lawrow sagte nach dem Treffen, Trump habe sein Interesse bekundet, sachlich pragmatische Beziehungen aufzubauen und offene Probleme beizulegen. Der Dialog sei frei von jener Ideologie gewesen, die charakteristisch für die Regierung von Barack Obama gewesen sei, sagte er laut Übersetzung. Trump und seine Regierung seien „Männer der Tat“.

G20-Außenministertreffen Gabriel warnt vor Alleingängen

"Amerika zuerst“, mit diesem Versprechen ist US-Präsident Trump angetreten. Auch wenn Verbündete jetzt betonen, der Alleingang sei ein Irrweg. US-Außenminister Tillerson pocht in Bonn auf amerikanische Interessen.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (L) und sein US-Amtskollege Rex Tillerson (R) am Abend nach den G20-Gesprächen in Bonn. Quelle: REUTERS

Auch Trump beschrieb die Begegnung als „sehr, sehr gut“.

Weder der US-Präsident noch Außenminister Rex Tillerson gaben eine gemeinsame Pressekonferenz mit Lawrow. Der russische Außenminister sprach stattdessen in der Botschaft seines Landes in Washington zu Journalisten.

Die Gespräche wurden überschattet von der überraschenden Entlassung des FBI-Chefs James Comey durch Trump. US-Medien und die Demokraten vermuten als Grund dafür, dass die Behörde wegen möglicher Kontakte zwischen Mitgliedern von Trumps Wahlkampfteam und Vertretern Russlands ermittelt.

Lawrow wies eine Frage zu den möglichen Verbindungen am Mittwoch zurück und bezeichnete es als „Lärm“. Es gebe keinerlei Beweise dafür, dass Russland sich in die US-Präsidentschaftswahl eingemischt habe.

Amerikanische Geheimdienste gehen davon aus, dass der Kreml versucht hat, die Wahl zugunsten von Trump zu beeinflussen.

Putin Verhältnis zu den USA unter Trump schlechter geworden

Der US-Militäreinsatz in Syrien macht den Besuch von Außenminister Tillerson in Moskau zu einem Drahtseilakt. Die Beziehungen zu den USA sind nach Einschätzung Russlands die schlechtesten seit Ende des Kalten Krieges.

Russlands Präsident Wladimir Putin: Das Verhältnis zu den USA hat sich verschlechtert. Quelle: AP

Die Beziehungen zwischen Russland und den USA hatten sich zuletzt immer weiter verschlechtert. Die USA hatten Anfang April nach einem mutmaßlichen Giftgaseinsatz in Syrien eine Militärbasis der Assad-Regierung angegriffen. Moskau kritisierte das massiv. Bei einem Treffen von Lawrow und Tillerson in Moskau sprachen beide Seiten von einem „Tiefpunkt der Beziehungen“.

Nach Darstellung Lawrows werden sich Kreml-Chef Wladimir Putin und Trump am Rande des G20-Gipfels im Juli in Hamburg treffen. Das Weiße Haus hat bislang nur gesagt, dass es Bestrebungen für ein solches Treffen gebe.

Es war das erste Mal seit vier Jahren, dass Lawrow für ein Treffen nach Washington reiste. Unter der Vorgängerregierung traf er sich mit seinem damaligen Amtskollegen John Kerry in Moskau oder auch in der Schweiz.

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