USA untersuchen Giftgaseinsatz: IS soll Chemiewaffen eingesetzt haben

USA untersuchen Giftgaseinsatz: IS soll Chemiewaffen eingesetzt haben

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Der IS soll im Kampf gegen kurdische Kämpfer Giftgas eingesetzt haben.

Im Kampf gegen Peschmerga-Kämpfer im Nordirak sollen IS-Kämpfer auf Chemiewaffen zurückgegriffen haben. Die USA untersuchen die Berichte nun.

Die USA gehen Berichte nach, wonach die Terrormiliz Islamischer Staat im Nordirak Chemiewaffen gegen kurdische Kämpfer eingesetzt haben soll. Man nehme die Vorwürfe „sehr ernst“, brauche aber weitere Informationen, sagte ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Alistair Baskey. Gegen den IS habe es jedoch schon früher derartige Anschuldigungen gegeben. Laut der amerikanischen UN-Botschafterin Samantha Power laufen bereits Gespräche zwischen US-Regierungsbeamten und den Kurden.

Deren Vertreter hatten am Donnerstag erklärt, ihre als Peschmerga bekannten Truppen seien am Vorabend nahe der Stadt Machmur unweit von Erbil von IS-Kämpfern attackiert worden. In der Gegend bildet die deutsche Bundeswehr Kurden für den Kampf gegen den IS aus. Das Bundesverteidigungsministerium teilte mit, rund 60 Peschmerga-Kämpfer hätten nach der Attacke über Atemprobleme geklagt - ein möglicher Anhaltspunkt für den Einsatz von Chemiewaffen. Doch über die Art der Kampfstoffe wurden keine Angaben gemacht.

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Die IS-Miliz kontrolliert weite Teile des Irak und Syriens. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, würde dies die Frage aufwerfen, woher die Extremistengruppe die Chemiewaffen haben könnte. Nach einem Giftgasangriff mit Hunderten Toten bei Damaskus im Jahr 2013 hatte Syriens Präsident Baschar al-Assad sein Chemiewaffenarsenal auf Betreiben der USA und Russlands beseitigen lassen. Doch häuften sich zuletzt Berichte über Chemiewaffeneinsätze in dem Bürgerkriegsland, vor allem von chlorgasgefüllten Fassbomben. Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen prüft die mögliche Existenz undeklarierter Arsenale in Syrien.

In New York zeigte sich die amerikanische UN-Botschafterin Power besorgt über den möglichen Chemiewaffeneinsatz durch den IS. Sollten die Berichte wahr seien, wäre es ein weiterer Beweis, dass es sich beim Dschihad-Aufruf der IS-Anhänger „nur um systematische Attacken auf Zivilisten handelt, die deren besonders perverse Weltanschauung nicht teilten“, sagte sie. Daher müsse man handeln und so viele Beweise wie möglich sammeln.

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Als Folge früherer Chemiewaffeneinsätze durch die syrische Regierung verfügten die USA und ihre Partner nun über moderne forensische Systeme, um derartige Attacken analysieren zu können, fügte Power hinzu.

Auch Baskey vom Nationalen Sicherheitsrat erklärte, die USA würden entsprechende Berichte eingehend untersuchen. Jeglicher Einsatz von chemischer oder biologischer Waffen verstoße gegen internationale Standards und Normen, betonte er.

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