USA: Wie Obama das Gesundheitswesen verändern könnte

USA: Wie Obama das Gesundheitswesen verändern könnte

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Befürworter von Obamas Gesundheitsreform

Die Reform des US-Gesundheitssystems gelingt möglicherweise nur in einer Light-Version – was Einsparungen und Effizienzgewinne in Grenzen hält.

Geifernde Bürger, die Politiker niederbrüllen, auspfeifen und mit Buh-Rufen schmähen. Bilder von Präsident Barack Obama mit Hitler-Bärtchen, Senatoren und Kongressabgeordnete, die als Judas oder Euthanasie-Befürworter diffamiert werden – so sieht während der politischen Sommerpause der Kampf um die Reform des US-Gesundheitswesens aus. Mit durchaus paradoxen Zügen: Denn dabei protestieren auch „Rentner gegen eine staatlich geführte Krankenversicherung“, kommentierte die „Washington Post“, „die ihre Medicare-Karte der staatlichen Versicherung für Ältere in der Brieftasche stecken haben“.

"Wahlmöglichkeiten und Wettbewerb schaffen"

Der Aufschrei der Bürger droht das wichtigste Reformprojekt von Präsident Barack Obama aus der Bahn zu werfen. Zu Beginn dieser Woche ruderten Regierungsvertreter bereits ein Stück zurück. Die von Obama geforderte staatlich geführte Megakrankenversicherung sei kein „essenzielles Element“ des neuen Systems, sagte Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius. Vielmehr komme es darauf an, Wahlmöglichkeiten und Wettbewerb zu schaffen.

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Unversöhnliche Opponenten

Gegner und Befürworter einer grundlegenden Reform des Gesundheitswesens stehen sich fast so unversöhnlich gegenüber wie die Opponenten in der Abtreibungsfrage oder bei der Forderung nach schärferen Waffengesetzen. Obamas Kritiker halten das US-Gesundheitssystem bereits für das beste der Welt, mit den besten Ärzten, den besten Forschern, mit der besten technischen Ausstattung in den besten Hospitälern, in denen sich sogar reiche Scheichs aus Arabien behandeln lassen.

Ein staatlich betriebener Versicherer, so ihre Befürchtung, würde diese Errungenschaften verspielen, die privaten Versicherungen an die Wand drücken und letztendlich zu sozialisierter Versorgung mit langen Wartelisten für Behandlungen und Kürzungen an vielen Stellen führen. Zudem werde die Regierung bald die Steuern erhöhen müssen, um die auf 1000 Milliarden Dollar in den nächsten zehn Jahren geschätzten Anlaufkosten finanzieren zu können.

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