Utah und Nevada: Obama erklärt Stammesgebiete zu Nationaldenkmälern

Utah und Nevada: Obama erklärt Stammesgebiete zu Nationaldenkmälern

, aktualisiert 29. Dezember 2016, 14:00 Uhr
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Die rund 1.214 Quadratmeter große Gegend wurde von Obama zum Nationaldenkmal erklärt.

Quelle:Handelsblatt Online

In seinen letzten Wochen im Amt prescht Barack Obama vor allem beim Naturschutz vor. Nach dem Stopp von Ölbohrungen erklärt er nun Gebiete in Utah und Nevada zu Nationaldenkmälern. Furcht vor Trump besteht trotzdem.

Salt Lake City US-Präsident Barack Obama hat wenige Wochen vor seinem Amtsabtritt weitere Naturschutzmaßnahmen ergriffen. Seit Mittwoch gelten zwei große Regionen in den Staaten Utah und Nevada als Nationaldenkmäler. Damit folgte Obamas Regierung Aufrufen von Ureinwohnern, die in den Gebieten heiligen Boden sehen und um Artefakte und Ausgrabungsstätten fürchten. Die Maßnahme galt allerdings als Schlag gegen Republikaner und viele Anwohner, die unnötige staatliche Kontrolle beklagen und neue Energieprojekte in den Regionen in Gefahr wähnen.

Das künftige Schutzgebiet Bears Ears in Utah umfasst eine Fläche von rund 5.500 Quadratkilometern in der Region Four Corners, wie das Weiße Haus mitteilte. Dort befinden sich Schätzungen zufolge 100 000 archäologische Stätten, darunter altertümliche Felsenbehausungen.

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In Nevada erklärte Obama die 1.214 Quadratkilometer große Gegend Gold Butte nahe Las Vegas zum Nationaldenkmal. Damit steht ein malerisches und ökologisch anfälliges Areal unter Schutz, in dessen Nähe sich der Rancher Cliven Bundy im Jahr 2014 eine bewaffnete Auseinandersetzung mit Regierungsbeamten lieferte. In dem Naturraum gibt es Felsenkunst, Artefakte, seltene Fossile und kürzlich entdeckte Dinosaurierspuren.

Das Weiße Haus und Umweltschützer argumentierten, dass beide Regionen von Plünderungen und Vandalismus bedroht gewesen seien. „Die heutigen Schritte werden dazu beitragen, dieses kulturelle Vermächtnis zu schützen und sicherzustellen, dass künftige Generationen diese pittoresken und historischen Landschaften genießen und schätzen können“, ergänzte Obama in einer Stellungnahme.

Mit Blick auf den baldigen Machtwechsel in Washington hatte seine Regierung zuletzt einige Umweltschutzmaßnahmen auf den Weg gebracht: In der Nähe des Yellowstone Nationalparks wurden neue Bergbaulizenzen blockiert, weite Teile der Arktis sperrte Obama für Ölbohrungen.

Doch Donald Trumps bevorstehende Präsidentschaft dämpft die Begeisterung von Stammesführern und Naturschützern über die letzten Initiativen der scheidenden Regierung. Sie befürchten, dass Trump die Maßnahmen rückgängig oder herunterfahren könnte.

Republikaner in Utah wollen genau das erreichen. „Dieser arrogante Akt dieser lahmen Ente von einem Präsidenten wird nicht bestehen bleiben“, twitterte Senator Mike Lee mit Blick auf Obama und dessen Entscheidung zu Bears Ears. Der Generalstaatsanwalt von Utah kündigte zudem eine Klage gegen den neuen Sonderstatus für das Gebiet an.

Quelle:  Handelsblatt Online
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