Venezuela: Entlassene Staatsanwältin fürchtet um ihr Leben

Venezuela: Entlassene Staatsanwältin fürchtet um ihr Leben

, aktualisiert 11. August 2017, 11:28 Uhr
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Die entlassene venezolanische Generalstaatsanwältin fürchtet um ihr Leben.

Quelle:Handelsblatt Online

Luisa Ortega stand zunächst auf der sozialistischen Seite, dann richtete sie sich gegen Präsident Maduro. Nun lebt die einstige Generalstaatsanwältin unter ständiger Verfolgungsangst – kämpft aber weiter für das Land.

CaracasDie entlassene Generalstaatsanwältin Venezuelas, Luisa Ortega, fürchtet um ihr Leben. Sie sei auf der Flucht, aber sie werde in ihrem Kampf für Demokratie und Freiheit in Venezuela nicht nachlassen, sagte Ortega der Nachrichtenagentur Reuters. Sie hatte im März mit Präsident Nicolas Maduro gebrochen und wurde zu einer scharfen Kritikerin des Staatschefs, der mit der Installation einer neuen Verfassungsversammlung das Parlament aushebelte, in dem seit der letzten Wahl die Opposition die Mehrheit hatte.

„Ich weiß nicht, welche dunklen Absichten und Pläne sie womöglich haben, um mich nicht nur meiner Freiheit zu berauben, sondern mir auch das Leben zu nehmen“, sagte sie. Die 59-jährige Juristin lebt versteckt und wechselt mindestens einmal am Tag ihren Unterschlupf. Sie fühle sich permanent verfolgt, klagte sie.

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Dennoch arbeite sie weiter für das Land, sagte Ortega. Sie stehe im Kontakt zu Staatsanwälten und anderen Institutionen in Venezuela und in anderen Ländern. Genauer wollte sie sich dazu nicht äußern. „Ich bin die Generalstaatsanwältin Venezuelas“, betonte sie. Ihre Rechte würden ihr aber vorenthalten.

Die Vereinten Nationen (UN) forderten inzwischen Maßnahmen zum Schutz der regierungskritischen Generalstaatsanwältin. Ortega stammt aus dem sozialistischen Lager und stand anfangs auf Maduros Seite. Sie wurde aber in den vergangenen Monaten zu seiner ärgsten Gegnerin, seit es immer wieder zu Massenprotesten gegen die Regierung kam. Mehr als 120 Menschen wurden dabei getötet. Ortega wirft Maduro Menschenrechtsverletzungen vor und beschuldigt die Regierung, Angaben über die Beteiligung an der Wahl der Verfassungsversammlung gefälscht zu haben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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