Venezuela: Erneut fallen Todesschüsse im Machtkampf

Venezuela: Erneut fallen Todesschüsse im Machtkampf

, aktualisiert 25. April 2017, 02:35 Uhr
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Seit rund drei Wochen gehen Maduro-Gegner in Caracas auf die Straße. Auch am Montag kam es in der venezolanischen Hauptstadt zu Protesten.

Quelle:Handelsblatt Online

Erneut ist es in zwei venezolanischen Städten zu tödlichen Schüssen im Zusammenhang mit dem Machtkampf im Lande gekommen. Dagegen blieben Massendemonstrationen in der Hauptstadt Caracas friedlich.

CaracasBei Protesten im blutigen Machtkampf in Venezuela sind mindestens zwei weitere Menschen getötet worden. Wie der Menschenrechtsbeauftragte der Regierung, Tarek William Saab, mitteilte, wurde im westvenezolanischen Mérida ein Mitarbeiter der örtlichen Verwaltung am Montag (Ortszeit) durch einen Schuss in den Hals getötet. Vier Personen seien dort zudem schwer verletzt worden.

Er machte die Opposition für die Tragödie verantwortlich, da es sich um Demonstranten gehandelt habe, die für den sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro auf die Straße gingen. In der Stadt Barinas starb mindestens ein Mann durch Schüsse, hier machte die Opposition wiederum Motorradbanden der Sozialisten verantwortlich.

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Seit Ausbruch der Proteste Anfang April, die sich an der zeitweisen Entmachtung des Parlaments durch den Obersten Gerichtshof entzündet hatten, starben damit mindestens 24 Menschen - zwölf bei Demonstrationen und zwölf weitere bei Unruhen und Plünderungen in Caracas.

In der Hauptstadt verlief eine Massenkundgebung am Montag zunächst friedlich. Zehntausende Demonstranten legten bei ihren Protesten gegen Maduro eine der zentralen Straßen in Caracas lahm. Ihnen gelang es am Montag, auf der Autobahn „Francisco Fajardo“ zu marschieren. Der Zulauf war enorm.

Die Opposition will Maduro mit täglichen Massendemonstrationen zum Einlenken bewegen. Gefordert werden freie Wahlen, Freilassung von politischen Gefangenen, eine Achtung des von der Opposition seit dem Wahlerfolg 2015 dominierten Parlaments und eine bessere Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln und Medizin. Seit Anfang April starben bei Protesten und Plünderungen 21 Menschen. Das Land mit den größten Ölreserven leidet unter Hyperinflation und einer tiefen Versorgungskrise.

Quelle:  Handelsblatt Online
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