Verteidigung: Evonik-Chef fordert europäische Armee

Verteidigung: Evonik-Chef fordert europäische Armee

Evonik-Chef Klaus Engel propagiert die Schaffung eines europäischen Bundesstaates.

"Es ist hohe Zeit, der großartigen politischen Idee Europas einen neuen kraftvollen Schub zu geben“, schreibt Engel in einem Beitrag für die WirtschaftsWoche. Dazu gehöre nicht nur ein einheitliches Haushalts- und Währungsregime für den Euro-Raum, sondern auch eine einheitliche Verteidigungs- und Militärpolitik.

Engel: „Zwar arbeiten die Armeen punktuell zusammen, doch an die Schaffung einer europäischen Armee hat sich bisher niemand herangetraut. Warum eigentlich, nachdem die militärischen Herausforderungen der Gegenwart doch ohnehin in den Aufgaben einer jeweils speziell zugeschnittenen Expeditionsarmee liegen – in Afghanistan, am Horn von Afrika, im Kosovo, vor Libyen, vor dem Libanon, vor Somalia?“

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Einheitliche Außenpolitik Europas

Zudem brauche die EU eine einheitliche Außenpolitik. „Die jetzigen Konstruktionen sind nicht von ausreichend gemeinsamer politischer Willensstärke getragen“, kritisiert Engel.

Dabei seien schon jetzt alle wesentlichen außenpolitischen Interessen ihrer Mitgliedsländer im Prinzip längst gleichgerichtet. „Nur der gebündelte, durch wirtschaftliche und militärische Kraft unterfütterte Einfluss Europas kann weltweit etwas bewirken“, mahnt Engel.

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