Misstrauen gegenüber Romney

Eine Meinungsumfrage zum Jahresende 2011 zeigte, wie groß das Misstrauen gegenüber dem Mormonen Mitt Romney bei streng gläubigen, weißen Evangelisten in den USA ist. Für nur 17 Prozent von ihnen ist der Wahlsieger von Nevada der Wunsch-Bewerber fürs Weiße Haus.
Gemäßigte Christen hingegen favorisieren bislang Mitt Romney. 26 Prozent hoffen, dass der eher gemäßigte Republikaner von seiner Partei ins Duell mit Amtsinhaber Barack Obama entsendet wird, 19 Prozent setzen auf Newt Gingrich.
Wahlkampf und Glauben
Doch die Stimmung könnte kippen. Dass sich Mitt Romney lange zierte seine Steuererklärungen offen zu legen – mutmaßlich um eine Neiddebatte zu verhindern und hohe Spenden an die Mormonen zu verbergen –, stieß auf heftige Kritik. Auch Großspenden mormonischer Unternehmen, beispielsweise von „Nu Skin Enterprises“, ein Konzern, der Hautpflegeprodukte vertreibt, an die Romney-nahe Lobbygruppe „Restore Our Future“ wecken das Misstrauen der moderaten republikanischen Wähler.
Bislang gelang es Romney gut, seinen Glauben aus dem Wahlkampf herauszuhalten. Zu hohe Spenden und Zustimmungsraten der Mormonen könnten dies ändern – zum Nachteil des Wahlsiegers von Nevada.
Noch in diesem Monat wählen mit Missouri (am Dienstag, 7. Februar) und Arizona (Dienstag, 28. Februar) weitere US-Staaten mit einer großen mormonischen Gemeinde.
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