Wachstumsprognose: IWF traut den USA mehr zu als erwartet

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Wachstumsprognose: IWF traut den USA mehr zu als erwartet

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Der IWF hat sich positiv zur konjunkturellen Lage in den USA geäußert und eine höhere Wachstumsprognose angekündigt.

IWF-Chefin Lagarde schätzt die Aussichten für die US-Wirtschaft deutlich besser ein als zuvor. Das beflügelt die Börsen. Der Dax startet mit einem neuen Rekordhoch in die Weihnachtswoche.

IWF-Chefin Christine Lagarde hat sich positiv zur konjunkturellen Lage in den USA geäußert und eine höhere Wachstumsprognose angekündigt. „Wir sehen viel mehr Sicherheit für 2014“, sagte die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) dem US-Fernsehsender NBC.

Sie begründete ihre optimistische Einschätzung mit der Beilegung des Haushaltsstreits in den USA, dem Rückgang der Arbeitslosigkeit und der geldpolitischen Wende der US-Notenbank Fed. Die Notenbank hatte am 18. Dezember angekündigt, die sehr expansive Geldpolitik ab Januar durch weniger Anleihekäufe etwas zu drosseln. Damit sind große Unsicherheitsfaktoren aus dem Weg geräumt, vor denen der IWF zuletzt immer gewarnt hatte.

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Wissenswertes über die USA

  • Wenige Millionenstädte

    Obwohl die USA über 307 Millionen Einwohner haben, gibt es relativ wenige Millionenstädte. Es sind gerade einmal neun: New York (8,17 Millionen Einwohner), Los Angeles (3,79 Millionen), Chicago (2,95 Millionen), Houston (2,09 Millionen), Philadelphia (1,52 Millionen), Phoenix (1,45 Millionen), San Antonio (1,32 Millionen), San Diego (1,30 Millionen) und Dallas (1,19 Millionen).

  • 50 oder 51 Staaten?

    Wie viele Bundesstaaten haben die USA? Die richtige Antwort lautet: 50. Oftmals wird fälschlicherweise auch Washington, D.C. als Bundesstaat genannt. Die Abkürzung D.C. steht für „District of Columbia“. Der Distrikt gehört zu keinem Bundesstaat, sondern ist dem Kongress der Vereinigten Staaten direkt unterstellt.

  • Beliebte deutsche Wörter

    Es gibt eine ganze Reihe von deutschen Wörtern, die ins amerikanische Englisch eingedrungen sind. Darunter die bekannten Vokabeln Oktoberfest, Autobahn, Blitzkrieg, angst und kindergarten. Aber auch: wunderkind, waldsterben und doppelganger.

  • Deutsch als Amtssprache?

    Seit 200 Jahren hält sich hartnäckig eine Legende, die besagt, dass Deutsch um ein Haar die offizielle Landessprache der USA geworden wäre. Wahr ist, dass knapp jeder dritte Bürger im US-Ostküstenstaat Pennsylvania zu Beginn des 19. Jahrhunderts deutsche Wurzeln hatte. US-weit lag der Bevölkerungsanteil der Deutschen bei nicht einmal zehn Prozent. Und: Eine Abstimmung über die Amtssprache der USA hat niemals stattgefunden, auch nicht auf regionaler Ebene.

  • Skurrile Gesetze

    In den USA gibt es Unmengen von unsinnigen Gesetzen. Eine Auswahl gefällig? Alabama verbietet das Fahren eines Fahrzeugs mit verbundenen Augen, während man in Florida auf Parkplätzen kein Ständchen singen darf – wenn man nur Badeshorts anhat. Die Stadt Gary in Indiana stellt sich dem Mundgeruch. Nach einem ausgiebigen Knoblauchverzehr ist es vier Stunden lang untersagt, ins Kino oder Theater zu gehen, oder auch nur die Straßenbahn zu benutzen. In der Weltstadt New York ist es verboten, sich den Daumen in die Nase zu stecken und dabei mit den Fingern zu wackeln.

Die positive Einschätzung der US-Wirtschaft sorgte zum Wochenauftakt für Kauflaune am deutschen Aktienmarkt und auch für eine freundliche Stimmung an den asiatischen Märkten. Am Montagmorgen kletterte der Deutsche Aktienindex Dax auf ein neues Rekordhoch. Auch der amerikanische Dow Jones stieg zunächst deutlich an.

Konkrete Hinweise zur neuen Prognose lieferte Lagarde allerdings nicht. Experten gehen davon aus, dass der IWF die revidierte Prognose im Januar veröffentlichen wird. Zuletzt hatte sich die Lage auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt überraschend deutlich verbessert. Im November war die Arbeitslosenquote unerwartet stark von 7,3 Prozent im Vormonat auf 7,0 Prozent gesunken. In den USA habe die Konjunktur einen „nachhaltigen Wachstumspfad“ eingeschlagen, sagte Lagarde in dem Interview.

Weitere Artikel

Bereits im dritten Quartal war die größte Volkswirtschaft der Welt viel stärker in Schwung gekommen als bisher gedacht. Für die Monate Juli bis September hatte die US-Regierung am Freitag ein Wirtschaftswachstum von - aufs Jahr hochgerechnet - 4,1 Prozent gemeldet und damit eine vorangegangene Schätzung deutlich nach oben revidiert. Volkswirte wurden von den starken Wachstumszahlen für das dritte Quartal überrascht.

Zuletzt hatte der IWF im Oktober für die größte Volkswirtschaft der Welt ein Wachstum von 2,6 Prozent für 2014 prognostiziert. Im zu Ende gehenden Jahr dürfte das Wachstum der Wirtschaft bei 1,6 Prozent liegen.


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