Währung: Goodbye Dollar - Seite 5

Währung: Goodbye Dollar

5
Handelsraum: Gefährliche Quelle: dpa/dpaweb
Handelsraum: Gefährliche Interventionen in den Devisenmarkt Quelle: dpa/dpaweb

Liberale Ökonomen plädieren deshalb für eine andere Reform des Geld- und Währungssystems. Sie wollen den Zentralbanken das Geldmonopol nehmen und die Produktion von Geld in private Hände legen. Dabei berufen sie sich auf die Ideen des österreichischen Wirtschaftsnobelpreisträgers Friedrich August von Hayek. Der hat konkurrierende Privatwährungen gefordert, weil die Geschichte staatlichen Geldes, von wenigen Ausnahmen abgesehen, „eine Geschichte voller Lug und Betrug“ sei. Der Wettbewerb zwischen privaten Geldemittenten sorge dagegen für gutes Geld, so Hayek.

Free-Banking als Alternative

Anders als beim Goldstandard, wo den Bürgern wieder ein staatliches Geldsystem übergestülpt würde, hätten die Menschen beim free-banking „die freie Wahl des Zahlungsmittels“, sagt Thorsten Polleit, Deutschland-Chefvolkswirt von Barclays Capital. So sei nicht von vornherein klar, welches Geld sich durchsetzen werde. Sicher aber sei, dass es gutes und wertstabiles Geld sei. „Niemand hält freiwillig schlechtes Geld, wenn er auf dem Markt gutes Geld bekommen kann“, sagt Polleit. Allerdings spreche einiges dafür, dass sich am Ende des Tages Edelmetalle oder durch sie gedecktes Geld als allgemein akzeptiertes Zahlungsmittel durchsetzen werden.

Wie kann wirtschaftliches Chaos vermieden werden?

Einen Vorteil sieht Polleit auch darin, dass die Zentralbanken nach einer solchen Reform den Zins als wichtiges Steuerungsinstrument der Wirtschaft nicht mehr manipulieren können. „Der Zins wird wieder zu einem freien Marktphänomen, Fehlinvestitionen und Spekulationsblasen, wie wir sie in den vergangenen Jahren erlebt haben, gehören dann der Vergangenheit an“, erklärt der Barclays-Ökonom.

Bliebe nur noch zu klären, wie in der Phase des Übergangs der Ausbruch von wirtschaftlichem Chaos vermieden werden kann. Schließlich dürfte kaum jemand ein Währungssystem akzeptieren, das ihn dazu nötigt, zehn oder mehr Währungen bei sich zu führen, weil er in Berlin mit einer anderen Währung zahlen muss als in Köln.

In diesem Durcheinander könnte ja Richard Smith helfen. Der New Yorker Designer weiß dank seines Dollar-Projektes jetzt nicht nur, wie man Papiergeld vermarktet. Er hat in den vergangenen Jahren auch schon für das World Gold Council, eine Vereinigung von Goldminengesellschafter, gearbeitet. Das Ziel der Kampagnen: die Nachfrage nach Gold anzukurbeln.

37 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 28.10.2009, 18:10 UhrAnonymer Benutzer: Es ist 100% sicher:

    Silber wird unter 2,50 Dollar fallen.bald schon, ich weiss es.Und Gold fällt in Kürze auf unter 600 US-Dollar!Also aufpassen!!!

  • 16.10.2009, 12:37 UhrAnonymer Benutzer: Krisenberater24

    5 x mehr Gold als Silber "verfügbar" !
    siehe Wirtschaftswoche
    http://www.wiwo.de/finanzen/silber-als-hebel-auf-gold-408612/
    Grafik anklicken = Punkt 4
    die Silberpreisexplosion kommt bald !

  • 14.08.2009, 14:49 UhrAnonymer Benutzer: Krisenberater24

    von @Das Omen:
    "Steigt der Silberpreis auf ein zu hohes Niveau, wird Silber durch andere Metalle wie Kupfer/Aluminium/Nickel und deren Legierungen ersetzt."
    Das sicher die dümmste Aussage, die ich je gehört habe. Silber kostest schon seit ewigen Jahren viel mehr als die genannten billig-Metalle, aber Silber ist nicht ersetzbar ! Das Silber der Welt ist schon größtenteils verbraucht und eine Silberpreisexplosion steht bevor. Der Goldberg wird seit Jahren immer grösser, da Gold nicht verbraucht sondern nur gehortet wird.

Alle Kommentare lesen
weitere Fotostrecken

Blogs

Alternativen gesucht
Alternativen gesucht

Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 21.05.2012

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.