Währungsabkommen: Asiens Finanzmacht wächst

Währungsabkommen: Asiens Finanzmacht wächst

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Aus Feind wird Freund: Wen Jiabao und Yoshihiko Noda planen ein Währungsabkommen und stärken so den Yuan

von Kerstin Dämon

Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Weltwährung: Geschäfte zwischen China und Japan mussten bislang in Dollar abgewickelt werden. Um Kosten zu sparen, soll sich das ändern. Für den Dollar ist das keine gute Nachricht.

Grün waren sie sich nie: Jetzt schlossen Japan und China ein Währungsabkommen, dass den Yuan und die Handelsmacht der beiden asiatischen Länder stärkt. Der chinesische Premierminister Wen Jiabao und Yoshihiko Noda, Premier von Japan, planen ein Finanzabkommen: Im bilateralen Handel sollen die eigenen Währungen verwendet werden. Die chinesische Währung war bislang an den Dollar gebunden. Der Yuan durfte - außerhalb Chinas - nur nach strikten Regeln in den Markt gebracht werden, die Währung war nicht frei konvertierbar.


Der Dollar verliert

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Dadurch, dass Yuan nun direkt in Yen getauscht werden sollen, kann er stark profitieren. "Schaut man auf die enorme Größe des Handelsvolumens der beiden größten Volkswirtschaften in Asien, ist dieses Abkommen sehr viel wichtiger als jeder andere Pakt, den China mit anderen Ländern geschlossen hat", sagte der Ökonom Ren Xianfang von IHS Global Insight Ltd gegebüber der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Denn bisher wurden in etwa 60 Prozent der Deals zwischen den beiden Ländern in Dollar abgewickelt. 2010 wurden Waren im Wert von rund 340 Milliarden Dollar zwischen Japan und China hin und her geschickt, die über den Währungsumweg bezahlt wurden. Die Unternehmen kostet dieser Umweg unnötig Geld, weshalb sich die Regierungen darauf einigten, Yuan und Yen direkt zu tauschen. Damit geben die beiden großen Volkswirtschaften dem US-Dollar einen Korb.

Dieser verlöre seine starke Position im asiatischen Wirtschaftsraum. Die chinesische Tageszeitung "China Daily" sprach von einem "substantiellen Schritt nach vorn für die Internationalisierung des Yuan". Bereits im April sagte Rolf Langhammer, Vizepräsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel gegenüber der WirtschaftsWoche, die Chinesen machen auf dem Weg zur Welt(währungs)macht bisher alles richtig.

"Um eine Währung zur globalen Leitwährung zu machen, muss man sie erst im internationalen Güterhandel etablieren, danach im Kapitalverkehr und für Finanzgeschäfte. Ist sie weit genug verbreitet, wird sie auch von anderen Zentralbanken als Reservewährung akzeptiert", sagte er. Bis dahin scheint es nicht mehr weit.

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