Wahlen USA: Obama baut Vorsprung vor Clinton aus

Wahlen USA: Obama baut Vorsprung vor Clinton aus

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Senator Barack Obama

Wenige Tage vor der Präsidentschaftsvorwahl in Pennsylvania liegt der demokratische Senator Barack Obama US-weit in Umfragen so weit vor seiner Rivalin Hillary Clinton wie noch nie zuvor.

Danach wollen 51 Prozent der Demokraten ihn als Präsidentschaftskandidaten sehen und nur 40 bis 41 Prozent die ehemalige First Lady. Zudem schmolz der Vorsprung Clintons vor Obama in Pennsylvania auf fünf Prozent zusammen. Die parteiinterne Kandidatenkür in dem Bundesstaat findet am kommenden Dienstag (22. April) statt. Clinton benötigt einen deutlichen Sieg, um ihre Chancen im Kampf um das Weiße Haus zu wahren. Vor diesem Hintergrund wurde eine in Philadelphia geplante Fernsehdebatte der beiden Bewerber mit Spannung erwartet. Zuletzt waren Clinton und Obama vor rund zwei Monaten zu einem TV-Duell zusammengetroffen.

Die neuen Umfrageergebnisse werden angesichts einer Kontroverse um jüngste Äußerungen Obamas als besonders bedeutend eingestuft. Er hatte in der vergangenen Woche über die Stimmung in Pennsylvanias Kleinstädten gesagt, viele Menschen seien verbittert über ihre schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse und klammerten sich als Reaktion an ihren Glauben und an Waffen. Clinton hat diese Bemerkungen seit Tagen als „elitär und herablassend“ angeprangert.

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Einer kürzlich veröffentlichten Gallup-Umfrage zufolge konnte Obama trotz des Wirbels um seine Äußerungen seinen US-weiten Vorsprung unter den Demokraten auf elf Prozentpunkte ausweiten - sein bisher bestes Umfrageergebnis. Nach Erhebungen der „Los Angeles Times“ und der Wirtschaftsagentur Bloomberg liegt Obama auch in Indiana mittlerweile mit fünf Prozentpunkten vor seiner Kontrahentin, in North Carolina sogar mit 13 Prozentpunkten. In diesen beiden Staaten werden am 6. Mai Vorwahlen abgehalten.

Eine veröffentlichte landesweite Umfrage des Senders ABC und der „Washington Post“ ergab eine Kluft von 51 zu 41 Prozent zugunsten Obamas. Dem schwarzen Senator aus Illinois werden zudem bessere Chancen eingeräumt, sich bei den Präsidentschaftswahlen am 4. November gegen den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Senator John McCain durchzusetzen. 62 Prozent der Demokraten denken, dass Obama eher gewinnen kann als Clinton. Anfang Februar waren es nur 42 Prozent.

Auf die Frage, wer führungsstärker sei, antworteten zwar 49 Prozent mit Clinton und 44 Prozent mit Obama. Aber die New Yorker Senatorin rutschte stark ab: Im Februar hatten noch 58 Prozent sie als führungsstärker bezeichnet. Die ABC/„Washington Post“-Umfrage deutet zudem auf einen starken Vertrauensverlust für Clinton in der US-Bevölkerung im Laufe des Vorwahlkampfs hin. Danach halten sie nur noch 39 Prozent für ehrlich, während es im Mai 2006 noch 52 Prozent waren. Experten vermuten, dass ihr die jüngste falsche Darstellung eines Besuches in Bosnien als damalige First Lady geschadet hat. Nach eigenen - inzwischen korrigierten - Angaben hatte sie seinerzeit bei der Ankunft vor Heckenschützen-Kugeln in einen Hangar flüchten müssen. Zu dem damaligen Zeitpunkt hatte es aber keine Schüsse aus dem Hinterhalt gegeben.

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