Wahlkampf in Iowa: Hillary Clinton enteilt der Konkurrenz

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Wahlkampf in Iowa: Hillary Clinton enteilt der Konkurrenz

von Tim Rahmann

Die Ex-Außenministerin punktet in Iowa, bei einem der wichtigsten Vorwahltermine der Demokraten. Das Clinton-Lager, allen voran Bill Clinton, bereitet sich schon auf die Hauptwahl vor.

Dieses Mal konnte sich Hillary Clinton auf ihren Fanblock verlassen. Die zumeist jungen Anhänger - in blauen T-Shirts mit der Aufschrift „She is fighting for us – I am fighting for her“ („Sie kämpft für uns, ich kämpfe für sie) gekleidet – brüllten ihren „Hill-yes“-Schlachtruf durch die Halle und schwenkten ihre Plakate. Sie gaben alles, um die Bernie-Sanders-Wähler zu übertönen. Anders als noch vor acht Jahren, als die Clinton-Fraktion ihre Zuschauerblöcke nicht füllen konnte und der Obama-Kampagne nichts entgegen zu setzen hatte, sprang dieses Mal beim Jefferson-Jackson-Dinner zumindest ein Unentschieden heraus.

Die Veranstaltung in Des Moines, der Hauptstadt Iowas, ist einer der wichtigsten Termine im Vorwahlkampf der Demokraten. Der Tag in der grauen amerikanischen 200.000-Einwohnerstadt im Mittleren Westen gilt als Maßstab, wie gut die Kandidaten ihre Anhänger mobilisieren können. Wer an dem Oktobertag punkten kann, hat gute Chancen die erste Vorwahl im Februar 2016 erfolgreich zu bestreiten.

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Hillary Clinton war demzufolge von der Unterstützung ihrer Tribüne mehr als angetan. „Was für ein Empfang, vielen Dank“, lobte die Demokratin. Sie lächelte, machte Witze und zeigte sich sympathisch. Eigenschaften, die man der ehemaligen First Lady lange absprach. Professionell sei sie, aber kalt und unnahbar, so das allgemeine Urteil. Nicht so am Samstag.

„Es ist etwas Besonderes, mit dem 42. Präsidenten der USA auf der Bühne zu stehen“, witzelte sie bereits am Nachmittag bei einem Auftritt im Stadtzentrum vor Anhängern. Gemeint war ihr Mann, Bill Clinton, der zuvor ein leidenschaftliches Plädoyer für eine Wahl Clintons zur Präsidenten der Vereinigten Staaten hielt. Beim Dinner dann spaßte Hillary Clinton: „Wer für die Republikaner kandidiert, wird offenbar in eine Zeitmaschine gesteckt und um 50 bis 70 Jahre zurückgeschickt, so altmodisch sind deren Parolen.“

Die gute Laune der Clinton: sie war nicht gespielt. Musste sie auch nicht. Schließlich ist das „momentum“, wie die US-Amerikaner sagen, auf ihrer Seite. Auf gut Deutsch: Sie hat einen Lauf.

Bei der ersten TV-Debatte der Demokraten vor zehn Tagen punktete sie mit Fachkenntnis, Durchsetzungsfähigkeit – und Charme. Die elfstündige Befragung zu dem Angriff auf die US-Botschaft im lybischen Bengasi während der Amtszeit Clintons als US-Außenministerin, meisterte sie – und dann erklärte auch noch US-Vizepräsident Joe Biden am Donnerstag, dass er nicht in das Wettrennen ums Weiße Haus einsteigen werde. Keine Frage: Die vergangenen knapp zwei Wochen waren ihre besten im gesamten bisherigen Vorwahlkampf.

Offiziell sind neben Clinton nur noch der Linksaußen Bernie Sanders, der bislang blass gebliebene Martin O’Malley und der in Umfragen nicht einmal geführte Lawrence Lessig im Wettbewerb um die Nominierung als demokratischer Präsidentschaftsbewerber.

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