Wahlsieg: Wladimir Putin zieht wieder in den Kreml

Wahlsieg: Wladimir Putin zieht wieder in den Kreml

Sechs weitere Kremljahre: Wladimir Putin kehrt in das Zentrum der Macht zurück. Am Abend feiert der 59-Jährige sich selbst.

Wladimir Putin kehrt in den Kreml zurück: Bei der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Präsidentenwahl in Russland hat der Favorit Wladimir Putin nach ersten Ergebnissen klar gewonnen. Der Regierungschef lag am Sonntagabend in den ersten Stunden nach Schließung der Wahllokale bei knapp 63 Prozent der Stimmen.

Damit übernimmt der 59-Jährige nach vierjähriger Zwangsunterbrechung wieder das höchste Staatsamt. Putin erklärte sich noch am Abend vor über 100.000 jubelnden Anhängern in Moskau zum Sieger. Die Opposition will am Montag aus Protest gegen die aus ihrer Sicht unfaire Wahl Zehntausende auf die Straße bringen.

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Die „offene und ehrliche“ Wahl sei ein Test für die Unabhängigkeit und Reife des Landes gewesen, rief Putin den Menschen in der Nähe des Kremls zu. Der Ex-Geheimdienstchef betrat gemeinsam mit Noch-Präsident Dmitri Medwedew die Bühne. Medwedew sagte: „Diesen Sieg braucht das ganze Land.“

Wahlbeobachter aus den Reihen der Opposition registrierten dagegen mehr als 3200 Wahlrechtsverstöße. Die Beschwerden wurden aber von der offiziellen Wahlleitung zum allergrößten Teil nicht anerkannt.

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Die Russen schicken Wladimir Putin zurück in den Kreml. Jetzt muss er nachweisen, dass er sein Land voran bringen kann.

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Putin hatte nach zwei Amtszeiten als Präsident von 2000 bis 2008 abtreten müssen. Sein Nachfolger Medwedew hatte seinen Verzicht auf eine neue Kandidatur mit der hohen Popularität Putins begründet.
Medwedew soll in einem umstrittenen Ämtertausch unter Putin Regierungschef werden. Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow sagte, das Ergebnis
entspreche nicht dem Wählerwunsch. „Es gibt große Zweifel, dass dies die wahre Stimmung in der Gesellschaft widerspiegelt“, sagte der Ex-Sowjetpräsident der Agentur Interfax. Der Zweitplatzierte Gennadi Sjuganow von der Kommunistischen Partei nannte die Abstimmung „weder sauber noch gerecht“. Auch der Kandidat Michail Prochorow sprach von „nicht ehrlichen“ Wahlen.

Sjuganow erhielt den Angaben zufolge rund 17 Prozent. Dahinter landeten der Ultranationalist Wladimir Schirinowski und der Multimilliardär Prochorow mit jeweils etwa acht Prozent vor dem Linkskonservativen Sergej Mironow mit knapp vier Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 63,37 Prozent.

Während unabhängige Wahlbeobachter und die Opposition massive Fälschungsvorwürfe erhoben, sprach Putins Wahlkampfchef von den „saubersten Wahlen in der russischen Geschichte“. Das Ergebnis sei ein Beweis, dass das Volk keinen Systemwechsel in Form eines Arabischen Frühlings in Russland wolle, sagte Sergej Goworuchin.

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