Warnung vom IWF: Niedrigzins bringt den Markt durcheinander

Warnung vom IWF: Niedrigzins bringt den Markt durcheinander

, aktualisiert 07. Oktober 2016, 12:22 Uhr
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Das Logo der IWF an der Zentrale in Washington.

Quelle:Handelsblatt Online

In Zeiten lockerer Geldpolitik in Industriestaaten sind Kapitalanlagen in Schwellenländern attraktiv. Der IWF steht diesem Phänomen skeptisch gegenüber. Sie hoffen auf eine andere Lösung und warnen vor geringen Zinsen.

WashingtonDer IWF hat vor negativen Folgen der ultralockeren Geldpolitik in vielen westlichen Industriestaaten auf die Schwellenländer gewarnt. Sollten die Zentralbanken diese Strategie zum Ankurbeln des Wachstums weiterverfolgen, könne dies die Kapitalströme in die aufstrebenden Volkswirtschaften weiter anschwellen lassen, teilte der Internationale Währungsfonds (IWF) am Freitag in Washington mit: „Damit tragen sie auch zu einer übermäßigen Aufwertung der Währungen bei.“

Große Notenbanken wie die amerikanische Fed, die EZB, die Bank of Japan und die Bank of England versuchen, mit niedrigen Zinsen und einer Geldschwemme die Wirtschaft anzukurbeln und die aus ihrer Sicht zu niedrige Inflation in die Höhe zu treiben. Sie wollen damit eine gefährliche Abwärtsspirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen und stockenden Investitionen abwenden, die beispielsweise Japans Wirtschaft lange Zeit am Boden hielt.

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In Zeiten lockerer Geldpolitik in Industriestaaten sind Kapitalanlagen in Schwellenländern attraktiv, da dort wegen höherer Zinssätze auch höhere Renditen winken. Zuletzt hatte die Fed angesichts des anhaltenden Aufschwungs jedoch signalisiert, dass sie noch dieses Jahr die Geldpolitik straffen könnte. Sie hält den Leitzins seit Ende 2015 in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent. Zuletzt hatten eine Reihe positiver Konjunkturdaten aus den USA die Investoren in der Ansicht bestärkt, dass eine geldpolitische Straffung bald kommen könnte. Dies hat wiederum den Dollar in die Höhe getrieben. Der IWF befürchtet, dass bei einer Zins-Erhöhung auch die Kapitalströme nach Asien durcheinandergeraten und es zu Schwankungen an den Kapitalmärkten kommen könnte.

Quelle:  Handelsblatt Online
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