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Wegen Griechenland-Wahl: Zentralbanken bereiten sich auf Notoperation vor

Quelle: Handelsblatt Online

Am Sonntagabend werden die Euro-Finanzminister über das Ergebnis der Griechenlandwahl konferieren, die großen Notenbanken halten sich für Notoperationen bereit. Kanzlerin Merkel verschiebt den Abflug zum G-20-Gipfel.

Die großen Zentralbanken der Welt sind für einen Notfalleingriff am griechischen Wahlwochenende gewappnet (Symbolbild). Quelle: dpa
Die großen Zentralbanken der Welt sind für einen Notfalleingriff am griechischen Wahlwochenende gewappnet (Symbolbild). Quelle: dpa

BerlinDie wichtigsten Notenbanken der Welt stehen G20-Kreisen zufolge für eine Notfalloperation zur Stabilisierung der globalen Finanzmärkte bereit, sollte das Ergebnis der Parlamentswahl in Griechenland zu Kursturbulenzen führen. „Die Zentralbanken bereiten sich auf eine koordinierte Aktion zur Bereitstellung von Liquidität vor“, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag von einem hochrangigen G20-Vertreter, der mit den Beratungen internationaler Finanzdiplomaten vertraut ist. Ziel sei es, eine Kreditklemme zu verhindern. Bundesbank und EZB waren zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. An der Wall Street bauten Aktien nach dem Bericht ihre Gewinne aus. Der Euro gewann gegenüber dem Dollar an Wert.

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Die Finanzminister der Euro-Zone wollen am Sonntagabend in einer Telefonkonferenz über das Ergebnis der Griechenland-Wahl beraten. Das teilten zwei Euro-Zonen-Vertreter mit. Die Hauptsorge sei das Risiko von größeren Kapitalabflüssen, sollte sich die spar- und reformkritische radikale Linkspartei Syriza eindeutig durchsetzen, sagte einer der Vertreter. Ein weiterer Vertreter ergänzte, es gehe dabei noch nicht einmal hauptsächlich um einen befürchteten Sturm auf die Banken am Montag. Durch Internetbanking sei es möglich, dass Kunden noch am Sonntagabend Transfers tätigten.

In Griechenland muss am Sonntag neu gewählt werden, nachdem die Parteien es nach dem vorigen Votum Anfang Mai nicht schafften, eine Regierung zu bilden. Die Wahl gilt auch als Abstimmung über den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone und die Zukunft des 130 Milliarden Euro schweren internationalen Rettungsprogramms. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am Wahltag deutlich später zum G20-Gipfel der führenden Wirtschaftsmächte in Mexiko abreisen. Wie das Bundespresseamt am Donnerstag mitteilte, wurde der Abflug aus Berlin auf Sonntagmitternacht verschoben - 14 Stunden später als ursprünglich geplant. Gründe wurden zunächst nicht genannt. Der zweitägige G20-Gipfel im mexikanischen Los Cabos beginnt an diesem Montag.

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