Wegen Handel mit Nordkorea: US-Sanktionen gegen chinesische Bank umgesetzt

Wegen Handel mit Nordkorea: US-Sanktionen gegen chinesische Bank umgesetzt

, aktualisiert 03. Juli 2017, 14:39 Uhr
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„Wir folgen dem Geld, und wir werden die Finanzströme unterbinden.“

Quelle:Handelsblatt Online

Washington hat seiner Drohung Taten folgen lassen und zwei Firmen aus China wegen Verbindungen nach Nordkorea bestraft. Die Aktion sei nicht gegen Peking gerichtet. China sieht das aber anders.

Washington/Peking Die USA haben beschlossen, eine Bank und ein Schifffahrtsunternehmen aus China mit Sanktionen zu belegen, weil beide mit Nordkorea Handel treibt. Finanzminister Steve Mnuchin sagte am Donnerstag in Washington, die Maßnahme sei in keiner Weise direkt gegen China gerichtet. Sie solle lediglich illegalen Handel unterbinden. Die USA haben demnach Schritte eingeleitet, um die Bank of Dandong komplett vom US-Finanzsystem abzuschneiden.

Das Geldhaus hat seinen Hauptsitz in der nordostchinesischen Stadt Dandong, die direkt an der Grenze zu Nordkorea liegt. Auch wurden sämtliche Vermögenswerte der Schifffahrgesellschaft Dalian Global Unity in den USA eingefroren. Das Unternehmen soll laut US-Angaben Kohle und Stahl zwischen China und Nordkorea transportieren.

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„Das war nicht gegen China gerichtet, es zielt auf Nordkorea“, sagte Mnuchin. Die USA unterhielten gute Beziehungen zu China, die Zusammenarbeit werde fortgesetzt. Die USA hielten die fragliche Bank aber für einen externen Unterstützer Nordkoreas. „Wir folgen dem Geld, und wir werden die Finanzströme unterbinden“, sagte Mnuchin.

Peking kritisierte das Vorgehen der USA scharf: „Wir fordern die USA auf, ihre falsche Entscheidung zu korrigieren“, sagte ein Sprecher des Pekinger Außenamtes am Freitag. Chinas sei es ernst mit der Zusammenarbeit, um die Probleme auf der koreanischen Halbinsel zu lösen. Nun werde sich Peking aber zunächst „nach eigenen Gesetzen und Regularien“ mit der US-Aktion beschäftigen.

US-Präsident Donald Trump hatte sich zuletzt enttäuscht darüber gezeigt, dass China nicht erfolgreich Druck auf Nordkorea ausübe. Nach seinem Treffen mit Chinas Präsidenten Xi Jinping in Mar-a-Lago im April hatte Trump sich noch zuversichtlich geäußert, dass China seinen Einfluss geltend machen werde.

Der Konflikt mit dem kommunistisch regierten Nordkorea gilt als einer der weltweit gefährlichsten. Das isolierte Land treibt gegen internationalen Widerstand ein Atom- und Raketenprogramm voran.

Quelle:  Handelsblatt Online
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