Wegen US-Sanktionen: Russland sagt Gespräche mit den USA ab

Wegen US-Sanktionen: Russland sagt Gespräche mit den USA ab

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Der russische Außenminister Lawrow (l) und sein US-Kollege Tillerson (r) hatten die Gespräche ursprünglich vereinbart.

Die USA setzen Russland wegen der Übergriffe auf die Ukraine unter Druck. Auf eine neue Runde von Strafmaßnahmen reagiert Moskau nicht nur mit Worten.

Nach der Verschärfung von US-Sanktionen gegen Russland wegen der Ukraine hat Moskau ranghohe Gespräche der Außenministerien abgesagt. Der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow sagte, er werde am Donnerstag nicht wie geplant mit dem US-Vizeminister Thomas Shannon zusammentreffen. „Nach dem Beschluss zu Sanktionen ist die Lage nicht so, dass sie zur nächsten Runde des Dialogs einlädt“, sagte Rjabkow einer Mitteilung des Ministeriums vom Mittwoch zufolge.

Die USA bedauerten den Schritt. „Es tut uns leid, dass Russland sich entschieden hat, von einer Möglichkeit Abstand zu nehmen, bilaterale Hindernisse zu diskutieren, die den amerikanisch-russischen Beziehungen im Weg stehen“, sagte eine Sprecherin des US-Außenministeriums. Die am Vortag vom Finanzministerium bekanntgegebenen Sanktionen seien keine neue Entscheidung, sondern nur eine Aktualisierung längst bestehender Sanktionen, um die Umgehung der Vorgaben zu verhindern.

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Die Konsultationen waren zwischen den Außenministern Sergej Lawrow und Rex Tillerson vereinbart worden, um die zahlreichen Probleme im russisch-amerikanischen Verhältnis anzugehen. Die neue US-Sanktionsankündigung seien ein politisches Geschenk für den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko bei seinem Besuch in Washington gewesen, sagte Rjabkow.

USA und Russland Trump und Lawrow zeigen sich nach Treffen optimistisch

Verhärtete Fronten? Davon scheinen die USA und Russland wieder abzurücken. Trump und der russische Außenminister beschreiben ihr Treffen in Washington als gut. Aber sie stellen sich nicht gemeinsam der Presse.

US-Präsident Donald Trump und Russlands Außenminister Sergej Lawrow bei ihrem Treffen im Weißen Haus. Foto: Russian Foreign Ministry/AP/dpa Quelle: dpa

Das US-Finanzministerium hatte am Dienstag Sanktionen gegen weitere 38 Personen und Firmen verhängt. Sie sollen mit der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 durch Russland oder dem verdeckten russischen Militäreinsatz in der Ostukraine zu tun haben. So kamen die private russische Söldnertruppe „Wagner“ und ihr Chef Dmitri Utkin auf die Strafliste. Die Gruppe soll sowohl in der Ukraine wie in Syrien aktiv sein.

Auch der Kreml kritisierte die neuen Strafmaßnahmen. Washington setze weiter auf Sanktionsrhetorik, sagte Dmitri Peskow, Sprecher von Präsident Wladimir Putin. Dabei zeigten die USA keinerlei politischen Willen, „das Problem zu lösen, das wir um die Ukraine haben“.

Putin Verhältnis zu den USA unter Trump schlechter geworden

Der US-Militäreinsatz in Syrien macht den Besuch von Außenminister Tillerson in Moskau zu einem Drahtseilakt. Die Beziehungen zu den USA sind nach Einschätzung Russlands die schlechtesten seit Ende des Kalten Krieges.

Russlands Präsident Wladimir Putin: Das Verhältnis zu den USA hat sich verschlechtert. Quelle: AP

Es gebe keine Vorbereitungen für ein mögliches Treffen Putins mit US-Präsident Donald Trump beim G20-Gipfel in Hamburg, sagte Peskow. Er blieb bei der Sprachregelung, dass eine solche Begegnung nicht ausgeschlossen sei, weil beide Staatschefs an dem Gipfel am 7./8. Juli teilnehmen.

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